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Politische Ökologie begegnet uns überall. Ob im kleinen oder im großen Maßstab – bei Bio-Etiketten, Ökostrom und Energiesparlampen oder angesichts von Umweltverschmutzung, Naturkatastrophen und Renaissance der Atomenergie: Die ineinander verwobenen Verhältnisse von Mensch und Natur werden im Zuge des Klimawandels komplexer und problematischer. Vor diesem Hintergrund fragen die Beiträge des Hefts nach den kulturellen Widersprüchen und Potentialen des ökologischen Denkens und Handelns. Aus welcher Wissens- und Diskursgeschichte entstehen sie? Mit welchen Begriffen lassen sich die Paradoxien der politischen Ökologie fassen? Wie können Natur- und Kulturwissenschaften Szenarien entwickeln, welche auf die drängende Frage »Was tun?« Antworten geben?
Im Debattenteil befragen Soziologinnen, Kulturwissenschaftler und Wissenschaftshistoriker ausgehend von Bruno Latours Philosophie die Aktualität der Akteur-Netzwerk-Theorie. U.a. mit Beiträgen von Claus Leggewie, Isabelle Stengers, Harald Welzer, Gesa Lindemann, Hans-Jörg Rheinberger, Erhard Schüttpelz und Urs Stäheli.
Sebastian Gießmann (M.A.) forscht als Kultur- und Medienwissenschaftler an der Humboldt-Universität zu Berlin im Exzellenzcluster TOPOI.
Ulrike Brunotte (apl. Prof. Dr.) lehrt als Kultur- und Religionswissenschaftlerin am Institut für Kulturwissenschaften der Humboldt-Universität Berlin und ist zzt. Gastprofessorin an der Penn State University (USA). Franz Mauelshagen (Dr.) forscht als Historiker am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen. Hartmut Böhme (Prof. Dr.) lehrt Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin. Christoph Wulf (Prof. Dr.) lehrt Erziehungswissenschaft an der Freien Universität Berlin.
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Interview
... mit M. A. Sebastian Gießmann
1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu? Allen reden vom Klimawandel, aber kaum jemand weiß das eigene Handeln richtig einzuschätzen. Und wer heute handeln will, muss ein höheres Maß an Reflexion und Weitsicht aufbringen. Die politische Ökologie liefert dafür keine Patentantworten, aber sie zeigt historische und zukünftige Szenarien, zu denen wir uns verhalten müssen. Wie wollen, wie können, wie sollen wir leben? 2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch? ... mehr
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