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Postspektakuläres Theater, André Eiermann André Eiermann

Postspektakuläres Theater

Die Alterität der Aufführung und die Entgrenzung der Künste


2009, 424 S., kart., zahlr. Abb., 35,80 €
ISBN 978-3-8376-1219-6
Reihe MedienAnalysen



Schlagworte:

Alterität, Aufführung, Performativität, Theatralität, ästhetische Erfahrung


Adressaten:
Theaterwissenschaft, Medienwissenschaft, Tanzwissenschaft, Kunstwissenschaft, Kulturwissenschaft, Psychoanalyse, philosophische Ästhetik

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Postspektakuläres Theater – damit ist nicht etwa ein Theater in einer Gesellschaft nach dem Spektakel gemeint. Vielmehr schlägt diese Studie die Bezeichnung für solche Formen der zeitgenössischen szenischen Kunst vor, die das kritische Potential der Aufführung vor dem Hintergrund veränderter Bedingungen des Spektakels nicht mehr in der Betonung von Unmittelbarkeit suchen, sondern es stattdessen anhand eines Ausspielens von Mittelbarkeit entfalten. Während Überlegungen zur Alterität der Aufführung in der Regel die Ko-Präsenz von Akteuren und Zuschauern voraussetzen und deren Beziehungen als unmittelbare denken, entwirft diese Studie einen anderen Begriff der Aufführung und zeigt, dass deren Alterität stets eine vermittelnde dritte Instanz involviert.
Aus eingehenden Analysen zahlreicher Arbeiten so unterschiedlicher Künstler/-innen wie Rabih Mroué, Mette Ingvartsen, Heiner Goebbels, Erwin Wurm u.a. werden weitreichende theoretische Konsequenzen gezogen, die über die Theaterwissenschaft hinaus auch allgemein kunstwissenschaftliche Fragestellungen und solche der philosophischen Ästhetik betreffen. So wird beispielsweise das Verhältnis von Aufführungs-, Inszenierungs- und Werkbegriff neu bestimmt sowie entscheidend zur Diskussion um die Entgrenzung der Künste und zur Beschreibung ästhetischer Erfahrung beigetragen.

André Eiermann ist Postdoktorand am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen. Er forscht zur zeitgenössischen szenischen Kunst und ist als Künstler und Kurator tätig.

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Pressestimmen

»[E]s ist eine bereichernde, teilweise spannende und vergnügliche Lektüre, die dazu anregt, das eigene Verhältnis als Zuschauerin zu überdenken und für diese Reflexion fruchtbare Kriterien bietet.«

Esther Boldt, www.nachtkritik.de, 12.01.2010

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Die Studie entstand als Dissertationsschrift an der Justus-Liebig-Universität Gießen und wurde dort 2009 mit dem Dissertationspreis in der Sektion Sprach-, Literatur-, Kultur- und Geschichtswissenschaften sowie Philosophie ausgezeichnet.
   


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1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
»Postspektakuläres Theater« hinterfragt grundlegende Prämissen der Theaterwissenschaft und gibt unkonventionelle Antworten – insbesondere auf die Frage, was eine Aufführung ist. Ausgehend von der Beobachtung, dass sich viele Aufführungen der zeitgenössischen szenischen Kunst mit hergebrachten theaterwissenschaftlichen Kategorien nicht angemessen beschreiben lassen (und diesen Kategorien mitunter  ... mehr 



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