Der Gegenstand einer dialektischen Theorie der Metapher liegt jenseits der Grenzen der Rhetorik. Sie muss den Substitutionsgedanken überwinden, wonach der übertragene Ausdruck für etwas nur den eigentlichen Ausdruck für dasselbe vertritt. Damit stellt sie den Dualismus von Verstandesbegriff und metaphorischem Anschauungsinhalt in Frage. Vor dem Hintergrund dieser kritischen Einstellung wird der Versuch unternommen, die Grundstruktur dialektischen Denkens – die Einheit von Identität und Differenz in Analogiebildungen – in Metaphern aufzuspüren und dem Problem begriffskonstitutiver Leistungen der Metapher nachzugehen.
Jörg Zimmer ist Professor an der Universität Girona in Spanien und lehrt Ästhetik und klassische deutsche Philosophie. Er ist Vorstandsmitglied der »Internationalen Gesellschaft Hegel-Marx für dialektisches Denken«.
»Wir alle kennen Metaphern. Sie begegnen uns in Literatur wie in Alltagssprache als rhetorische Stilmittel. Welche Rolle aber spielen sie für dialektisches Philosophieren? Jörg Zimmer liefert in seinem Buch Metapher eine Analyse der Metapher als genuin dialektischer Denkform.
Die Intention des Buches liegt nun darin, das Programm einer dialektischen Metaphorologie zu formulieren, die den Substitutonsgedanken, den Gedanken, dass Metaphern nur den eigentlichen Ausdruck ersetzen, der jederzeit und ohne nennenswerte Unterschiede wieder an ihre Stelle treten könnte, überwindet.
[Der Autor] skizziert [...] aus verschiedenen Perspektiven, die Grundzüge einer dialektischen Metaphorologie und beschreibt gleichzeitig die verschiedenen Stränge, die es weiterzuverfolgen gilt. Kurz: Er eröffnet den Blick auf ein weites, unerschlossenes und ungemein fruchtbares Feld dialektisch-materialistischer Philosophie.« Thomas Eipeldauer, UniTat, 10 (2003)
Dialektik, Metapher, Sprachphilosophie, Logik
Oberstufenschüler, Studierende und Lehrende der Philosophie, alle an Philosophie Interessierten
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