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Dieses Buch erzählt die Geschichte eines ästhetischen Konkurrenzunternehmens zur Philosophie. In der Zeit um 1800 begann man darüber nachzudenken, wie man mit poetischen Mitteln ein Alternativprogramm zur Erkenntnistheorie entwickeln kann, und schuf etwas Neues – eine eigene poetische Disziplin: die Literarische Epistemologie. In ihrem Namen begegneten Autoren wie Herder, Schiller, Kleist u.a. dem bis heute gegen die Literatur erhobenen Generalverdacht, die in ihr gestaltete wirkliche Welt sei im Grunde vor allem eines, nämlich ausgedacht – eben eine Kopfgeburt. Autoren wie Kafka, Borges, Brecht und Tabori konnten später zeigen, wie man die Zäsur zwischen Erkennen und Handeln auf poetischem Wege überwinden kann.
Christian Kohlross lehrt und forscht an der Hebräischen Universität in Jerusalem im Bereich Deutsche Literatur- und Kulturwissenschaft.
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![]() ... mit Christian Kohlross 1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu? Die Welt braucht keine Bücher, natürlich nicht; aber sie wird uns erst zur Welt: durch Bücher, die sie erschließen und mit denen wir sie erkunden. Wie das geschieht, zeigt dieses Buch. 2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch? Das mag jeder Leser selbst entscheiden. Könnte es der Autor entscheiden, so wären es vor allem solche, die aus Literatur mehr machen als ein Medium der ... mehr
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