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Roswitha Breckner

Sozialtheorie des Bildes

Zur interpretativen Analyse von Bildern und Fotografien
2010, 334 S., kart., zahlr. z.T. farb. Abb., 29,80 €
ISBN 978-3-8376-1282-0
Reihe Sozialtheorie
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Dieses Buch entwickelt eine Methode zur interpretativen Bildanalyse. Das Verfahren, das im Kern als »Segmentanalyse« konzipiert ist, gründet in klassischen Symbol- und aktuellen Bildtheorien und schließt an methodologische Prinzipien der interpretativen Soziologie an. In exemplarischen Analysen vorwiegend fotografischer Bilder aus verschiedenen sozialen Feldern wird gezeigt, wie eine empirisch ausgerichtete und theoretisch fundierte Bildsoziologie entstehen kann.
Roswitha Breckner (PD Dr. phil.) lehrt und forscht am Institut für Soziologie der Universität Wien. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Bildsoziologie, Interpretative Methoden, Migrations- und Biographieforschung sowie Feministische Theorien und Genderforschung.
WWW: www.soz.univie.ac.at/roswitha-breckner/
»Eine genuin soziologische Bildanalyse fristete [bisher] eher ein Schattendasein. Roswitha Breckner hat in ihrem Buch zur Sozialtheorie des Bildes nun ein theoretisch-methodisches Instrumentarium vorgelegt, das eine Lücke füllt.«
Jens Jäger, Das Historisch-Politische Buch, 59/6 (2011)
»Wer sich also insbesondere mit fotografiebasierten Visualisierungen auseinandersetzen möchte und dabei den Bezug zur theoretischen Fundierung behalten will, der hat mit Breckners Sozialtheorie des Bildes eine Schrift an der Hand, die diese Absicherung leisten kann und über sich selbst an zahlreichen Stellen hinausweist.«
Stephanie Nickel, KULT_online, 29 (2011)
Besprochen in:
ph akzente, 3, 2011, Thomas Hermann
Bildsoziologie, Körper, Bild, Fotografie, Interpretative Methoden, Segmentanalyse
Soziologie, Sozialwissenschaften, Visual Studies
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Interview

... mit Dr. phil. Roswitha Breckner
1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Mein Buch bietet eine neue Methode zur Interpretation von Bildern in soziologischer Perspektive. Damit wird es möglich, Bilder und Fotografien, ... mehrdie uns im Alltag begegnen und mit denen wir in verschiedenen sozialen Feldern in unterschiedlicher Weise umgehen, als spezifische Formen gesellschaftlicher Bedeutungs- und Sinnproduktion zu untersuchen. Das Buch zeigt in konkreten Analysen, wie wir zum Beispiel Fotografien von Helmut Newton verstehen können, wie ökonomische Eliten als ›Privatpersonen‹ in einem Wirtschaftsmagazin bildlich inszeniert, wie private Fotoalben biographisch gestaltet und welche Bilder von ›Fremden‹ in Spendenkampagnen reproduziert werden.
2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Wenn wir davon ausgehen, dass Bilder genuiner Bestandteil gesellschaftlicher Symbolisierungsprozesse sind, lässt sich die Frage nach der Konstitution sozialer Wirklichkeiten im Modus des Bildlichen neu stellen. Wie ist das Verhältnis zwischen verschiedenen Arten von Bildern und sozialen Wirklichkeiten beschaffen? Wie kann der Zusammenhang zwischen Dargestelltem und der Art und Weise der Darstellung theoretisch verstanden und methodisch zugänglich gemacht werden? Welche Wirkungen entfalten Bilder auch jenseits sprachlicher Artikulation?
3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Auch in der Soziologie wird die Frage nach der Bildlichkeit sozialer Welten zunehmend auf die Tagesordnung gesetzt. Es öffnen sich theoretisch wie empirisch vielversprechende Forschungsfelder, zu deren Erschließung dieses Buch einen Beitrag leistet.
4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit Kolleginnen, Kollegen und Studierenden aus unterschiedlichen Fachdisziplinen, besonders in der Soziologie und den Sozialwissenschaften, aber auch in der Kunstgeschichte, der Philosophie und den Medien- und Kommunikationswissenschaften. Kurz: mit allen, die sich für Zugänge zu bildlichen Phänomenen interessieren. Argumentative Dialoge habe ich im Buch selbst vor allem mit Susanne K. Langer, Max Imdahl und Gottfried Boehm geführt.
5. Ihr Buch in einem Satz:
Es entwickelt einen methodischen Zugang zur Erschließung bildlicher Bedeutung und zu den ›unaussprechlichen‹ Wirkungen von Bildern.
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