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Heiner Bielefeldt

Muslime im säkularen Rechtsstaat

Integrationschancen durch Religionsfreiheit
2003, 146 S., kart., 13,80 €
ISBN 978-3-89942-130-9
Reihe Globaler lokaler Islam
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In der Auseinandersetzung um die Präsenz des Islams in Deutschland und anderen europäischen Ländern steht immer auch die Frage zur Debatte, wie Muslime sich zum säkularen Staat verhalten. Auf der Grundlage der Religionsfreiheit rekonstruiert Heiner Bielefeldt zunächst einen freiheitlichen Begriff von rechtsstaatlicher Säkularität. Anschließend diskutiert er verschiedene muslimische Positionen gegenüber dem säkularen Staat, die von kämpferischer Distanzierung über pragmatische Arrangements in der Diaspora bis hin zu theologisch begründeten Säkularisierungsforderungen reichen.
Zu den aktuellen Themen, die der Band aufgreift, gehören die Frage, inwieweit Muslime im Rahmen des Grundgesetzes nach der Scharia leben können, sowie die Kontroverse um den islamischen Religionsunterricht.
Heiner Bielefeldt (Prof. Dr.) hat von 2003 bis 2009 das Deutsche Institut für Menschenrechte geleitet. 2007 wurde er zum Honorarprofessor an der juristischen Fakultät der Universität Bielefeld ernannt. Seit September 2009 hat er den neu eingerichteten, interdisziplinären Lehrstuhl für Menschenrechte und Menschenrechtspolitik an der Universität Erlangen-Nürnberg inne.
WWW: Uni Erlangen
»Die differenzierte Offenheit Bielefeldts ermöglicht dem Leser [...], sich ein eigenes Urteil zu bilden und kreativ weiterzudenken. Man findet keine Rezepte für die aktuellen Probleme. Die Stärke des Bandes besteht darin, daß er kompetent und einfühlsam zwischen verfassungsrechtlichen Ansprüchen und muslimischen Positionen vermittelt.«
Hansjörg Schmid, Christ in der Gegenwart, 14 (2004)
»Trotz seines kleinen Umfangs bietet der Essay allen am Thema 'Religion und Recht' Interessierten eine bemerkenswerte Fülle an sachgerechten Informationen und vielseitiger Argumentation.«
Samuel M. Behloul, spirita online, 2004
»In diesem Buch wird sehr schön deutlich, dass der säkulare Rechtsrahmen des demokratischen Staates einen authentischen islamischen Lebensrhythmus ermöglicht, aber dass viel Fingerspitzengefühl und aufgeschlossener Umgang mit dem 'Fremden' nötig sind, damit sich kleine (oft nur regionale) Konflikte nicht zu großen Brandherden ausweiten.«
Reinhard Kirste, Intra
»Angesichts der aktuellen Kontroversen ist es besonders wichtig, dass die anstehenden Fragen, zu denen auch der islamische Religionsunterricht an öffentlichen Schulen, der Bau von repräsentativen Moscheen und der Ruf des Muezzin hinzutreten, mit Sachlichkeit erörtert werden. Das Verdienst, dies in wohltuender Abgewogenheit zu tun und die gesamte Problematik dabei auch in einen größeren Zusammenhang zu stellen, kommt dem Autor der angezeigten Schrift zu.«
Jürgen Haberland, ZAR, 9 (2004)
»Die 130 Seiten starke Auseinandersetzung mit der Frage, wie der säkuläre Rechtsstaat und islamische Selbstorganisationen zusammenpassen, ist vor allem wegen ihrer abschließenden Stellungnahme zu gegenwärtigen Streitfragen (z. B. Scharia im Grundgesetzt, islamischer Religionsunterricht an öffentlichen Schulen) lesenswert.«
Julia Reuter, Markus Gamper, Soziologische Revue, 1 (2007)
Muslimische Minderheiten, Islam in Europa, Religionsfreiheit, Säkularität
Politikwissenschaftler, Juristen, Islamwissenschaftler, Religionssoziologen, Kulturwissenschaftler sowie die politisch interessierte Öffentlichkeit
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