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Dieser Band stellt die Frage, welche Rolle der Körper im sozialen Handeln spielt. Ob bei der Teamarbeit oder beim Friseur, ob beim Tanz oder beim musikalischen Improvisieren – Menschen stimmen ihre Handlungen aufeinander ab, indem sie körper- und leibbezogen agieren. So schaffen sie aktiv, miteinander und situativ fluide soziale Ordnungen jenseits von Normen, Routinen und geistiger Planung – und damit jenseits der sozialen Mechanismen, mit denen sich die Soziologie bislang hauptsächlich beschäftigt. Eine solchermaßen körperbasierte Sozialtheorie »geht unter die Haut« und eröffnet ganz neue Antworten auf die Frage, wie soziale Ordnung möglich ist.
Fritz Böhle (Prof. Dr.) ist seit 1972 Wissenschaftler am Institut für sozialwissenschaftliche Forschung e.V. (ISF München) und war von 1999-2008 Professor an der Universität Augsburg. Seine Forschungsschwerpunkte sind Verwissenschaftlichung und Erfahrungswissen, Entwicklungen von Arbeit und subjektivierendes Arbeitshandeln, neue Kompetenzen und berufliche Bildung, Organisation und informelle Prozesse sowie die Theorie reflexiver Modernisierung.
Margit Weihrich (Dr. phil.) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Augsburg (Sozioökonomie der Arbeits- und Berufswelt). Ihre Forschungsschwerpunkte sind Handlungstheorie, Handlungs-Struktur-Theorie, Institutionenanalyse, Dienstleistungsforschung und interaktive Arbeit sowie die Soziologie alltäglicher Lebensführung.
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Interview
![]() ... mit Prof. Dr. Fritz Böhle und Dr. phil. Margit Weihrich 1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu? Die Soziologie geht davon aus, dass soziale Ordnung in den Köpfen der Menschen hergestellt wird – dort werden Entscheidungen getroffen, dort werden Handlungen geplant. Die Rolle, die körperliches Wissen und leibliches Gespür dabei spielen, wird weitgehend übersehen. Dass Menschen mit Leib und Seele handeln, ist Basis alles Sozialen – und sollte in unserer ... mehr
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