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Jens Maeße

Die vielen Stimmen des Bologna-Prozesses

Zur diskursiven Logik eines bildungspolitischen Programms
2010, 286 S., kart., 28,80 €
ISBN 978-3-8376-1322-3
Reihe Science Studies
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Wie ist es zu erklären, dass der Bologna-Prozess das traditionelle liberale Selbstverständnis der deutschen Universitäten innerhalb kürzester Zeit aufgelöst hat? Jens Maeße geht dieser Frage aus diskursanalytischer und poststrukturalistischer Sicht nach und zeigt, wie ausgehend von Texten, Reden und Interviews politische Handlungsträgerschaft hergestellt wird. Fazit: Nicht die vielbeschworene Unumkehrbarkeit macht den Bologna-Prozess so effizient, sondern das diskursive Unsichtbarmachen von politischer Verantwortlichkeit und konkreter Reformprogrammatik in einem technokratischen Konsensdiskurs.
Jens Maeße (Dr. phil.) lehrt Soziologie an der Universität Mainz. Seine Forschungsschwerpunkte sind Diskursanalyse und -theorie, Wissenschaftssoziologie und Finanzsoziologie.
WWW: Uni Mainz
»Eine kritische (und teils erfrischend polemische) ›Bologna‹-Analyse.«
Sabrina Schenk, Hochschule und Forschung, 2/2012
»Eine Veröffentlichung für alle, die sich mit vielfältigen Aspekten und Facetten des Bologna-Prozesses näher beschäftigen und sich dabei zugleich ein [...] Gesamtbild des bildungspolitischen Programms erarbeiten möchten.«
Daniela Steinke, Hochschule & Weiterbildung, 2 (2011)
»Maeßes Studie des vielstimmigen Bologna-Prozesses ist insgesamt eine theoretisch voraussetzungsvolle und dabei absolut lohnende und inspirierende Lektüre.«
Niels Spilker, DISS-Journal, 20 (2010)
»Angesichts des Verlaufs und der Ausgestaltung der ›Bologna-Reformbemühungen‹ möchte man vor allem den Angehörigen der deutschen Hochschulen die Lektüre des Buches verbindlich ans Herz legen, um ihnen die (Un-)Möglichkeit ihrer ›partikularen Akte‹ [...] angesichts dominierender technokratischer Verstiegenheiten aufzuzeigen.«
Nadin Fromm, BEHEMOTH. A Journal on Civilisation, 2 (2010)
»Mit diesem Band liegt eine tiefgehende und intensive Analyse für Soziologen, Politologen, und Sprachwissenschaftler vor. Für jeden Hochschulpolitiker und -lenker zu empfehlen.«
wissensmanagement 2, 3/4 (2010)
Diskursanalyse, Poststrukturalismus, Wissenschaftssoziologie, Bologna-Prozess, Konsens
Soziologie, Sprachwissenschaft, Politikwissenschaft, Cultural Studies
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