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Malte Friedrich

Urbane Klänge

Popmusik und Imagination der Stadt
2010, 340 S., kart., 29,80 €
ISBN 978-3-8376-1385-8
Reihe Materialitäten
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Wie klingt die Stadt? In »Urbane Klänge« untersucht Malte Friedrich, was die Stadt mit der Popmusik macht und umgekehrt die Popmusik mit der Stadt. In einem innovativen Ansatz führt das Buch drei divergierende Diskurse zusammen: die Diskussion über die wachsende Bedeutung der urbanen Konsumkultur, die Debatte über die soziale und politische Bedeutung der Popkultur und die Frage der Repräsentation von Musik.
Anhand der Musikszenen Punk, HipHop und Techno wird gezeigt, wie die Stadt die Produktion von populärer Musik beeinflusst und welche Praktiken und Vergemeinschaftungsformen sich im öffentlichen Raum ausbilden. Imagination erweist sich als konstitutiv für die urbane Kultur. Und die Musik erweist sich als ein zentrales Medium zur Imagination der Stadt.
Malte Friedrich (Dr. phil.) arbeitet als Meinungsforscher und Journalist in Berlin.
WWW: www.isome.de
»Die Arbeit von Friedrich stellt einen bedeutenden Beitrag zum Themengebiet ›Musik und Urbanität‹ dar. Das Buch ist eine Fundgrube für alle, die sich in die relevante Theoriebildung zur kulturwissenschaftlich orientieren Stadtforschung einlesen wollen.«
Dominic Larue, ACT. zeitschrift für musik & performance, 2 (2011)
Besprochen in :
FORUM MUSIKBIBLIOTHEK, 31/3 (2010), Michael Stapper
Das Argument, 296 (2012), Peter Wicke
Stadt, Popmusik, Imagination, Urbanität, Kultur, Punk, HipHop, Techno
Soziologie, Kulturwissenschaft, Musikwissenschaft, Stadtforschung
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Interview
... mit Dr. phil. Malte Friedrich
1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Populäre Musik ist allgegenwärtig und immer mehr Menschen leben in städtischen Siedlungsformen. Wie diese beiden Phänomene zusammenhängen ... mehrund unsere Imagination beeinflussen ist daher nicht nebensächlich und liefert einen wichtigen Beitrag zum Verständnis urbaner Kultur.
2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Die Stadtforschung beschäftigt sich nur am Rande mit Klängen und der Musik. Wenn es um die Stadt als Vorstellungswelt geht, dann nur unter einer visuellen Perspektive. Die Stadt wird so zu einem bewegten oder unbewegten Bild. Ich versuche zu zeigen, dass die Vorstellung von Stadt auch zentral über Klänge und speziell über Musik geprägt wird. Und ich meine damit nicht Songtexte, sondern die Musik selber. Das ist eine Perspektive, die es so bisher noch nicht gibt. Erstaunlicherweise gilt das auch für die Musiksoziologie, in der die Musik selber nur selten thematisiert wird.
3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Städte sind – diese Einsicht setzt sich langsam durch – nicht nur materielle sondern auch imaginäre Gebilde. Wie genau die Praktiken, Repräsentationen und Imaginationen in konsumbestimmten Städten aufeinander einwirken ist aktuell eine der zentralen Diskussionsthemen in der Stadtforschung.
4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Wenn es um die Theorie geht mit Theodor W. Adorno, dessen radikale Thesen zu Gesellschaft und Musik einen Plausch wert wären. Ansonsten mit den unterschiedlichsten Personen, die Popmusik wie Punk, HipHop oder Techno lieben, um noch mehr darüber zu erfahren, was genau sie erleben und imaginieren, wenn sie Musik hören.
5. Ihr Buch in einem Satz:
Die Klänge der Popmusik sind zentrales Medium zur Imagination der Stadt.
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