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Humanismus ist eine historisch spezifische Deutung des Menschen mit normativem Anspruch. Sie beruht auf einer Explikation dessen, was Menschsein überhaupt bedeutet – ein Interpretationsprozess, der immer in unterschiedlichen Kontexten geschieht.
Für die gegenwärtige Debatte unverzichtbar sind die verschiedenen Wissenschaften und Wissensbereiche, die sich mit dem Menschen und seiner Welt beschäftigen. Dieser Band repräsentiert die meisten dafür einschlägigen Disziplinen (Philosophie, Theologie, Anthropologie, Soziologie, Ökonomie, Psychologie, Neurobiologie u.a.). »Wie wird Menschsein thematisiert?« – Unter dieser Leitfrage stellen die Beiträge ein faszinierendes Spektrum von Einsichten dar, ohne die die aktuelle Diskussion um einen neuen Humanismus nicht überzeugend geführt werden kann.
Jörn Rüsen (Prof. Dr.) ist Senior Fellow am Kulturwissenschaftlichen Institut (KWI) in Essen und Emeritus für Allgemeine Geschichte und Geschichtskultur an der Universität Witten-Herdecke. Er leitet das KWI-Projekt »Humanismus in der Epoche der Globalisierung«.
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