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Christoph Engemann

Electronic Government – vom User zum Bürger

Zur kritischen Theorie des Internet
2003, 152 S., kart., 13,80 €
ISBN 978-3-89942-147-7
Reihe Kultur- und Medientheorie
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Das Internet steht nach seiner kurzen Entwicklung an einer entscheidenden Schwelle: der Lösung des Anonymitätsproblems im Netz. Christoph Engemann analysiert, warum die Nutzung der Potenziale, die sich mit E-Business und E-Government verbinden, vor einem gemeinsamen Problem steht: der rechtsgültigen Authentifizierung der User. Es wird gezeigt, dass die Lösung dieses Problems schon seit Jahren den Mittelpunkt der Anstrengungen wirtschaftlicher und politischer Akteure wie Microsoft und der Liberty Alliance und nicht zuletzt der Regierungen selbst bildet. Mit vertiefter wechselseitiger Vernetzung stehen hier Wandel der Verhältnisse zwischen Staat und Gesellschaft, zwischen Bürokratie und Subjektivität an, die in dieser hochaktuellen Studie in einer Engführung marxscher Werttheorie und foucaultscher Machtanalyse kritisch beleuchtet werden.
Christoph Engemann (Dipl. Psych.) ist Ph.d Fellow an der Graduate School of Social Sciences Universität Bremen; ab 2004 Non-Residential-Fellow am Center for Internet and Society (cis) der Stanford Law School.
»Wer auf der Suche nach einer überzeugenden Erklärung ist, was Microsoft und Intel mit Trusted Computing vorhaben, sollte sich dieses Buch unbedingt anschauen. Die überraschendste Erkenntnis dabei ist, dass das im Titel geführte Electronic Government, das ja eigentlich eine unverdächtige Verwaltungsmodernisierung mit dem Internet ist, selbst nichts als die Einführung von Trusted Computing durch den Staat ist. Das Buch belegt dies mit umfangreichem Material und geht sogar noch weiter, indem der Autor in einer zwingenden Argumentation schreibt, warum staatliches Electronic Government und das Trusted Computing der Industrie zusammengehören und im Prinzip auf dasselbe hinauslaufen.
Insgesamt ein sehr zu empfehlendes Buch, dass für alle interessant ist, die sich mit dem Internet beschäftigen und politisch interessiert sind. Pflichtlektüre für diejenigen, die sich mit dem TC auseinandersetzen!«
www.amazon.de, Kundenrezension
»[E]ngemann [analysiert] erfreulich ausgewogen und konkret die Möglichkeiten und Risiken des Internets für Staat, Unternehmen und nicht zuletzt für die Individuen.
Engemann begibt sich mit seinen Überlegungen in ein hoch aktuelles und umstrittenes Untersuchungsgebiet, liefert eine bestens recherchierte Arbeit zur Geschichte des Internets, schildert ausführlich die technischen Möglichkeiten zur Identifikation im Netz, um die Technologie zu personalisieren.«
Christoph Jacke, MEDIENwissenschaft, 2 (2004)
Electronic Government, Internet, Digitale Signaturen, Netzkritik
Soziologen, Politologen, Medienwissenschaftler, Verwaltungswissenschaftler
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