|
|
 |
Meistgenutzte Suchmaschine, weltgrößter Datensammler, teuerstes Medienunternehmen – es liegt nahe, »Google« als Supermacht zu bezeichnen. Und doch greift diese Beschreibung zu kurz.
Unter Bezug auf Michel Foucault sowie die Akteur-Netzwerk-Theorie entwickelt Theo Röhle ein präzises, relationales Verständnis von Macht, das den Blick auf die vielfältigen Interaktionen der beteiligten Akteure öffnet und ein komplexes System von Verhandlungen zutage fördert.
Eine zeitgemäße Analyse digitaler Medienmacht an der Schnittstelle von Medienwissenschaft, Informationswissenschaft und Surveillance Studies.
Theo Röhle (Dr. phil.) ist Postdoktorand am Graduiertenkolleg »Automatismen« an der Universität Paderborn. Seine Forschungsschwerpunkte sind Science and Technology Studies, digitale Wissensordnungen, Überwachung und Macht.
WWW: Uni Paderborn
»In die Flut der verzückten bis dämonisierenden Bücher über die Suchmaschine Google hat der Medienwissenschaftler Röhle nun eine erfrischend kühle Machtanalyse eingerückt. [Der Autor] exerziert das theoretische Programm Michel Foucaults, nach dem Macht nicht willentlich von einem zentralen Akteur ausgeübt wird, sondern als anonymer Effekt entsteht. Ein Ansatz, der weichere Formen der Disziplinierung in den Blick nimmt, die nicht als Verbot oder Zwang auftreten, sondern über subtilere Mittel wie Datenerhebung und Statistik ausgeübt werden. Für die Analyse von Google ein sinnvoller Ansatz.«
Thomas Thiel, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.08.2010
»Das Buch schlägt eine vielversprechende Richtung ein.«
Stefan Heidenreich, WDR 3, 22.08.2010
»Von dem Gedanken einer ›absoluten Macht im Internet‹ hält der Medienforscher Theo Röhle [...] wenig. Er leugnet nicht die Dominanz Googles, betont aber, dass die Klassifizierung als Supermacht zu kurz greift. Indem er die Machtstrukturen analysiert, beschreibt er die Machtstrukturen Googles wirkungsvoller, als dies anderen – dämonisierend – gelingt.«
Christian Bala, c't, 20 (2010)
»Eingehender, gezielter und umfassender sind bislang hierzulande Googles technisches Innenleben und seine Geschäftspraktiken nicht beschrieben worden [...].«
Hans-Dieter Kübler, ekz-Informationsdienst, 36/10 (2010)
»Theo Röhle zeigt mit der vorliegenden Arbeit die Mechanismen auf, die dem Unternehmen Google eine Position als Medienmacht im Internet sichern. Mit dem innovativen Theorieansatz und den detaillierten Analysen liefert die Veröffentlichung einen interessanten und wichtigen Beitrag zur Medientheorie des Internets.«
Dr. Stefan Anderssohn, www.socialnet.de, 25.10.2010
»Eins [...] leistet der ›Google Komplex‹: eine genaue Analyse der Funktionsweise von Googles Searchengine vor und hinter den Kulissen des Interfaces, einen tiefen Einblick in den Algorithmus von Google, und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten der Machtspiele. Das allein kann schon mit vorgefassten Meinungen aufräumen [...].«
DE:BUG, 10 (2010)
»Die Stärke des Buches liegt in der detaillierten Beschreibung der technischen Mikromechanismen zur umfassenden Kontrolle der Benutzer zum Zweck der Profitrealisierung.«
Stefan Meretz, Das Argument, 291 (2011)
Besprochen in:
pw-portal.de, 22.12.2010
pro ZUKUNFT, 1 (2011)
Suchmaschinen, Macht, Verdatung, Kontrolle, Foucault, Akteur-Netzwerk-Theorie
Medienwissenschaft, Kommunikationswissenschaft, Informationswissenschaft, Technikforschung und die interessierte Öffentlichkeit
Weiterempfehlen
|
 |
Lesetipps
Weitere Titel zu
|