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Stephan Moebius, Sophia Prinz (Hg.)

Das Design der Gesellschaft

Zur Kultursoziologie des Designs
2012, 438 S., kart., zahlr. Abb., 29,80 €
ISBN 978-3-8376-1483-1
Reihe Sozialtheorie
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Fragen des Designs erfahren aktuell großes Interesse in einer Vielzahl kulturwissenschaftlicher Disziplinen. Im deutschsprachigen Raum wurden bisher jedoch kaum theoretische und methodische Ansätze zur Analyse der sozialen und kulturellen Funktionen von Design entwickelt.
Das Buch schließt diese Lücke und versammelt erstmalig verschiedene kultursoziologische und -theoretische Zugänge, die Design als wichtigen Teil der ästhetischen Signatur von Gesellschaft sichtbar machen. Fallstudien zu sozialen und kulturellen Gebrauchskontexten, Praktiken des Entwurfs, Fetischisierungsprozessen und ethisch-politischen Fragen komplettieren ein anschauliches Bild vom Design der Gesellschaft. Den Schwerpunkt bilden dabei praxistheoretische Ansätze, artefakt- sowie affekttheoretische Perspektiven.
Mit Beiträgen u.a. von Karl H. Hörning, Gert Selle, Aida Bosch, Albena Yaneva und Joachim Fischer.
Stephan Moebius ist Professor für Soziologische Theorie und Ideengeschichte an der Karl-Franzens-Universität Graz und Vorsitzender der Sektion Kultursoziologie in der Deutschen Gesellschaft für Soziologie. Seine Forschungsschwerpunkte sind Kultursoziologie, Soziologiegeschichte, Soziologische Theorie, Poststrukturalismus, Pragmatismus, Religionssoziologie und Kulturanthropologie.
Sophia Prinz (M.A.) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Vergleichende Kultursoziologie der Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Visuelle Soziologie und Visual Culture Studies sowie Praxistheorie und Poststrukturalistische Soziologie.
WWW: www.stephanmoebius.com
Besprochen in:
GMK-Newsletter, 4 (2012)
Kunstbulletin, 1-2 (2013)
Design, Materielle Kultur, ANT, Visuelle Kultur, Praxistheorie, Kultursoziologie
Soziologie, Kulturwissenschaft, Kunstwissenschaft, Museologie, Medienwissenschaft
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Interview
... mit Stephan Moebius
1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Heute ist bis hin zu den Geräuschen unserer Staubsauger nahezu alles durchdesignt. Sowohl einzelne Handlungen als auch größere gesellschaftliche ... mehrProzesse sind immer schon in Objektarrangements verstrickt, die stets einen Aspekt von Design aufweisen. Erstmalig macht unser Buch dieses Design der Gesellschaft im Kontext einer interdisziplinären Auseinandersetzung zum Thema.
2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Zu den zentralen Einsichten des Buches gehört, dass die kulturellen Praktiken nicht nur auf Zeichen- und Diskursprozessen beruhen, sondern ebenso durch die ›nicht-repräsentationalen‹ Anteile der Artefakte, sprich: ihrer materiellen und visuellen Gestalt, geformt werden.
3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Da es bislang kaum soziologische Analysen zu Design gibt, eröffnet »Das Design der Gesellschaft« in der Soziologie einen gänzlich neuen Forschungszweig.
4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit allen Leserinnen und Lesern des Buches.
5. Ihr Buch in einem Satz:
»Das Design der Gesellschaft« fragt nach dem Wechselverhältnis von Dinggestalten und gesellschaftlichen Praktiken.
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