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Daniela Hammer-Tugendhat, Christina Lutter (Hg.)

Emotionen

Zeitschrift für Kulturwissenschaften, Heft 2/2010
2010, 96 S., kart., 8,50 €
ISBN 978-3-8376-1578-4
Zeitschrift ZfK
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Das Thema »Emotionen« hat in der Wissenschaft und deren populärer medialer Rezeption Hochkonjunktur. Die öffentlichen Debatten scheinen von Psychologie, Kognitions- und Neurowissenschaften dominiert. Doch auch wenn den »Naturwissenschaften« Messverfahren zur Verfügung stehen, die den »Kulturwissenschaften« verschlossen sind: Emotionen werden immer nur über Sprache und andere Repräsentationen (z.B. Gestik) ›übersetzt‹ zugänglich und sind nicht von ihrer kulturellen Vermittlung ablösbar.
Das Heft setzt sich disziplinenübergreifend mit den kulturwissenschaftlichen Möglichkeiten auseinander, »Emotionen« historisch zu kontextualisieren. Im Debattenteil werden die Chancen eines Dialogs zwischen »Kultur-« und »Naturwissenschaften« diskutiert.
Daniela Hammer-Tugendhat ist Professorin für Kunstgeschichte an der Universität für Angewandte Kunst Wien. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Malerei der Frühen Neuzeit und Gender Studies.
Christina Lutter ist Professorin für Österreichische Geschichte an der Universität Wien. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Kultur- und Geschlechtergeschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, Kulturwissenschaften/Cultural Studies sowie Gender Studies.
»Die besondere Leistung des Bandes [liegt] in der gelungenen Anregung zum interdisziplinären Austausch – insbesondere zwischen Kultur- und Naturwissenschaft.«
Nora Hoffmann, www.literaturkritik.de, 3 (2011)
Besprochen in:
Bayerisches Jahrbuch für Volkskunde, (2011), Michaela Haibl
Emotionen, Medien, Repräsentationen, Geschichte, Kultur
Kunst- und Musikwissenschaft, Medien- und Filmwissenschaft, (Wissenschafts-)Geschichte, Philosophie, Psychoanalyse, Neurowissenschaften
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Interview

... mit Prof. Daniela Hammer-Tugendhat und Prof. Christina Lutter
1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Obwohl gegenwärtig in unterschiedlichen Disziplinen über Emotionen diskutiert
wird, gibt es vergleichsweise ... mehrwenige kulturwissenschaftliche Arbeiten zu diesem Thema. Unser Heft vereint nicht nur Beiträger/-innen aus verschiedenen Disziplinen, sondern die einzelnen Texte selbst versuchen, das Feld der Emotionen disziplinenübergreifend zu erfassen.
2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Perspektivisch hoffen wir, dass das Buch ein Anstoß in Richtung einer kulturwissenschaftlich orientierten Geschichte der Emotionen sein könnte, einer Geschichte über die Diskurse, Normierungen und Wertungen von Emotionen.
3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Als Kulturwissenschaftler/-innen vertreten wir die These, dass Emotionen grundsätzlich immer auch kulturbedingt sind, abhängig von gesellschaftlichen Normen- und Wertesystemen, historisch und räumlich unterschiedlich, aber auch gender- und schichtspezifisch differenziert. Besonders hervorzuheben ist, dass im Debattenteil am Beispiel von Halluzinogenen eine kritische Auseinandersetzung zwischen Kultur- und
Naturwissenschaftlern stattfindet.
4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Diskutieren möchten wir das Buch mit Vertetern/-rinnen aller kultur- und
sozialwissenschafltichen Disziplinen ebenso wie mit
Naturwissenschaftler/-innen. Darüber hinaus meinen wir, dass die Reflexion über Emotionen auch für Nicht-Wissenschaftler/-innen relevant ist.
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Übersetzungen
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