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Tobias G. Natter, Michael Fehr, Bettina Habsburg-Lothringen (Hg.)

Das Schaudepot

Zwischen offenem Magazin und Inszenierung
2010, 174 S., kart., zahlr. Abb., 18,80 €
ISBN 978-3-8376-1616-3
Reihe Kultur- und Museumsmanagement
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Wann und warum werden museale Magazine als eigene Funktions- und Bauteile von Museen erstellt? In welchem Verhältnis stehen Schaudepots zu den übrigen Formen der musealen Präsentation? Nach welchen Kriterien können Objekte in ihnen geordnet werden? Wie ist der gegenwärtige Trend, die Magazine zu öffnen, museologisch einzuordnen?
Die Beiträge im Band stellen sich diesen Fragen und verknüpfen dabei grundsätzliche museologische Überlegungen mit konkreten Beispielen aus der Praxis.
Tobias G. Natter (Dr.) war von 2006 bis 2011 Direktor des Vorarlberger Landesmuseums. Seit September 2011 steht er dem Leopold Museum Wien als Museologischer Direktor vor.
Michael Fehr (Prof. Dr.) ist Professor und Direktor des Instituts für Kunst im Kontext an der Universität der Künste Berlin und war von 1987-2005 Direktor des Karl Ernst Osthagen-Museums, Hagen.
Bettina Habsburg-Lothringen (Dr. phil.) ist Leiterin der Museumsakademie Joanneum Graz.
WWW: www.vlm.at
»Interessante Einblicke.«
Restauro, 7 (2011)
Besprochen in:
Mitteilungen, 40 (2011)
Mitteilungsblatt Museumsverband Niedersachsen Bremen, 72 (2011)
Schaudepot, Magazin, Museologie, Tagung, Ausstellungswesen
Museologie, Kunst- und Kulturwissenschaften, Restaurierung
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Interview
... mit Dr. Tobias G. Natter, Prof. Dr. Michael Fehr, Dr. Bettina Habsburg-Lothringen
1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Solche gibt es viele. Unser Buch richtet sich primär an die Museumswelt. Die Frage ... mehrdahinter aber ist grundsätzlich: Angesichts der Forderung nach mehr Publikumsorientierung beschäftigen sich aktuell viele Museen damit, wie sie ihre Sammlungen öffentlich zugänglich machen können. Dazu ist im deutschsprachigen Raum bislang kaum Literatur erschienen.
2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch? Wir hatten eine Fachtagung zum Thema Schaudepot veranstaltet, die auf enormes Interesse gestoßen ist. Der Tagungsband mit allen Referaten stellt eine systematische Zusammenschau von theoretischen Grundsatzüberlegungen und Erfahrungsberichten aus der Praxis dar. Im ersten Teil wird eine kulturwissenschaftliche und museologische Einordnung des Formats ›Schaudepot‹ vorgenommen, Teil zwei widmet sich der Umsetzung.
3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Weltweit werden die Museumssammlungen immer größer. Von der breiten Öffentlichkeit kommt immer stärker der Wunsch, Zugang zu erhalten. In der Einrichtung eines Schaudepots sehen wir eine Möglichkeit, der Forderung nach Demokratisierung von Museen nachzukommen. Dabei geht es auch um Fragen zur ›Sammlungswürdigkeit‹, Deutungshoheit und Autorenschaft des Museums.
4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Im Rahmen der Tagung konnten wir wichtige Fragen mit ausgewiesenen Spezialist/-innen diskutieren und würden diese Diskussion gerne mit Fachleuten wir Krzysztof Pomian als ›Spezialist des Sammelns‹ fortsetzen.
5.Ihr Buch in einem Satz:
Im Museum ist der Umgang mit Sammlungsgut zwischen exponieren und deponieren eine spannende Angelegenheit. Schaudepots – wenn sie individuell und aus der Sammlung heraus konzipiert werden, funktionieren auch für die Besucher/-innen und verändern deren Perspektive auf Museum.
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