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Eva Soom Ammann

Ein Leben hier gemacht

Altern in der Migration aus biographischer Perspektive – Italienische Ehepaare in der Schweiz
2011, 660 S., kart., 39,80 €
ISBN 978-3-8376-1668-2
Reihe Kultur und soziale Praxis
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»Ein Leben hier gemacht« haben viele der ehemaligen italienischen »Gastarbeiterinnen« und »Gastarbeiter« in der Schweiz. Sie haben geheiratet, Kinder großgezogen, sind alt geworden, aus der Erwerbstätigkeit ausgeschieden. Was dieses Altern ausmacht, das wird in diesem Buch aus einer biographisch-rekonstruktiven Perspektive erörtert. Die Fallanalysen von sieben Ehepaaren bieten einen differenzierten Einblick in die unterschiedlichen Ausgestaltungen des Lebens in der Schweizer »Gastarbeit« und deren Bedeutung für das Altern in der Migration. Damit leistet die Studie einen Beitrag zu einem bisher wenig beachteten Bereich der Migrationsforschung.
Eva Soom Ammann (Dr. phil.) ist Sozialanthropologin und in der angewandten Forschung im Bereich Migration, Alter und Gesundheit tätig. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Migrationsforschung, Biographieforschung, Alterssoziologie, Familiensoziologie und Geschlechterforschung.
WWW: www.passagen.ch
Migration, Alter, Paarsoziologie, Biographieforschung, Italien, Schweiz
Sozialanthropologie, Soziologie, Migrationsforschung, Gerontologie, Geschichte
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Interview

... mit Eva Soom Ammann
1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
»Ein Leben hier gemacht« erzählt von Menschen, über deren Alltag die Welt allzu gerne hinwegblickt, deren Beitrag zur Erschaffung der Welt nicht ... mehrzur Kenntnis genommen wird. Doch die Welt besteht aus dem, was einzelne Menschen aus ihr machen. Davon handeln die Geschichten der ehemaligen ›Gastarbeiter‹ - Ehepaare, die in diesem Buch rekonstruiert und interpretiert werden. Und deshalb braucht die Welt dieses Buch, weil es Einblick gibt in unspektakulär Alltägliches, aus dem ›die Welt‹ entspringt.
2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Neben der Perspektive auf Lebensgeschichten, was an sich immer wieder neue Einsichten eröffnet, wird hier vor allem das Altern in der Migration thematisiert, und zwar nicht auf einer allgemein-demographischen, problemzentrierten Ebene, sondern auf einer subjektiv-holistischen Ebene, eingebettet sowohl in biographische Erfahrungen und Deutungen wie auch in soziale und gesellschaftliche Kontexte. Diese Perspektive auf das Altern ist in der Migrationsforschung bisher noch wenig beachtet worden.
3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Altern in der Migration verknüpft zwei gesellschaftspolitisch hochrelevante Themen, die gegenwärtig v.a. in der angewandten Forschung Beachtung finden. Dort sind eindeutige Ergebnisse und praktisch umsetzbare Empfehlungen gefragt. Gelegenheiten, sich zurückzulehnen und das Altern in der Migration eingehend zu betrachten und zu reflektieren, sind rar. »Ein Leben hier gemacht« nimmt sich die Zeit, ein spezifisches Altern umfassend darzustellen und theoretisch-methodologisch sorgfältig zu begründen.
4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit den Personen, von denen das Buch handelt, würde ich mich besonders gerne darüber austauschen, wie sie die theoretisch angeleitete Reflexion über spontane Erzählungen aus ihrem eigenen Leben beurteilen.
5. Ihr Buch in einem Satz:
Es geht um empirisch reiche und theoretisch-methodologisch eingebettete Alternserfahrungen ehemaliger italienischer ›Gastarbeiter/-innen‹.
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