|
|
 |
Politische Manifeste – einst eine Fürsten, Königen und Kaisern vorbehaltene Kommunikationsform – haben sich zu einem Medium protestierender Bürger gewandelt. Anhand einer Reihe von Porträts unternimmt dieser Band eine Exkursion in die Geschichte politischer Manifeste. Von Georg Büchner über Werner Heisenberg bis zu Hans-Peter Dürr soll die »Kraft des Wortes« vom Vormärz bis zur Gegenwart beurteilt werden: Wie entstehen und funktionieren politische Manifeste? Weshalb vermögen es einige, die Massen zu mobilisieren, während andere nur Randnotizen der Geschichte bleiben?
Johanna Klatt (M.A.) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Demokratieforschung an der Universität Göttingen.
Robert Lorenz (Dr. disc. pol.) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Demokratieforschung an der Universität Göttingen.
WWW: www.demokratie-goettingen.de
WWW: Klatt
WWW: Lorenz
»Der Sammelband behandelt durchweg interessante und wichtige, im einzelnen historisch sehr unterschiedliche Texte.«
Walter Fähnders, Archiv für die Geschichte des Widerstandes und der Arbeit, 19 (2011)
»Ein anregender Diskussionsbeitrag zur Debatte um Ausformung und Wirkungsweise der Zivilgesellschaft.«
Ute Hasenöhrl, H-Soz-u-Kult, 20.09.2011
»Es gibt und gab Manifeste, die den Weltenlauf entscheidend veränderten. Trotz dieser geschichtlich erwiesenen Wirkmächtigkeit politischer und gesellschaftskritischer Manifeste fehlte bislang eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema. Diese Forschungslücke haben die Herausgeber Johanna Klatt und Robert Lorenz mit der lesenswerten Publikation nun endlich geschlossen.«
Christian Moser, DIE FURCHE, 28.07.2011
»Durchweg gelungen.«
Matthias Lemke, Portal für Politikwissenschaft, www.pw-portal.de, 4 (2011)
Manifest, Politik, Zivilgesellschaft, Protest, Partizipation
Politikwissenschaft, Geschichtswissenschaft, Soziologie, Politik und die an politischer Geschichte interessierte Öffentlichkeit
Weiterempfehlen
|
 |
Interview
... mit Johanna Klatt und Robert Lorenz
1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Das Buch beleuchtet die Wechselwirkung zwischen einzelnen politisch handelnden Bürgern und der professionellen Politik und erzählt ... mehrzugleich spannende Geschichten aus unterschiedlichen Stadien der deutschen Geschichte.
2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Die Beiträge zeigen anhand eines jahrhundertealten Protestmediums, wie Intellektuelle versuchen, die häufig zunächst unbewegliche Masse des Volkes durch die ›Kraft des Wortes‹ gegen herrschende Zustände zu mobilisieren.
3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Gerade in einer Zeit, in der sich wie heutzutage großer Unmut gegen die demokratisch legitimierten Institutionen und politischen Akteure regt, ist besonders die Anatomie einer zivilgesellschaftlichen Artikulationsvariante von Interesse.
4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit Georg Büchner und Filippo Tommaso Marinetti, den beiden Wegbereitern politischen Manifestierens – was leider nicht mehr möglich ist.
5. Ihr Buch in einem Satz:
Portraits zu Brennpunkten der deutschen Geschichte, an denen Intellektuelle mithilfe von Manifesten die Gesellschaft verändern wollten.
Lesetipps
Weitere Titel zu
|