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Jürgen Straub (Hg.)

Der sich selbst verwirklichende Mensch

Über den Humanismus der Humanistischen Psychologie
2012, 266 S., kart., 29,80 €
ISBN 978-3-8376-1699-6
Reihe Interkultureller Humanismus
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Die Humanistische Psychologie hat im 20. Jahrhundert eine enorme kulturelle und gesellschaftliche Wirkung entfaltet. Zahllosen Menschen, die nach »Sinn« suchten, gab sie die Richtung vor. Ohne diese wissenschaftliche und weltanschauliche Strömung ist das Programm der »Selbsterfahrung«, »Selbstaktualisierung« und »Selbstverwirklichung« des modernen Menschen nicht zu verstehen. Die Humanistische Psychologie hat zwar an direktem Einfluss verloren – ihr Geist ist aber noch präsent.
Der Band analysiert verschiedene Aspekte dieser theoretischen und praktischen Psychologie aus disziplinären und interdisziplinären Perspektiven – und fragt nach ihrem »Humanismus«.
Jürgen Straub (Prof. Dr. phil.) ist Inhaber des Lehrstuhls für Sozialtheorie und Sozialpsychologie an der Fakultät für Sozialwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum, Mitglied im Board des Research Departments »Center for Religious Studies« (CERES) sowie einer der Mentoren der Mercator Research Group »Spaces of Anthropological Knowledge: Production and Transfer«. Er ist stellvertretender Vorsitzender des internationalen Projekts »Humanismus im Zeitalter der Globalisierung« am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) und Fellow des Mercator Research Center Ruhr (MERCUR).
WWW: www.sowi.rub.de/soztheo
Besprochen in:
www.socialnet.de, 10 (2012), Jos Schnurer
PSYNDEX, 9 (2012)
Humanistische Psychologie, Psychotherapie, Selbsterfahrung, Selbstverwirklichung, Emanzipation, Optimierung, Mensch, Anthropologie
Psychologie, Psychotherapie, Erziehungswissenschaften, Soziologie, Anthropologie, Sozial- und Kulturwissenschaften sowie die interessierte Öffentlichkeit
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Interview
... mit Jürgen Straub
1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Weil die Humanistische Psychologie das Selbstverständnis und die Lebenspraxis zahlloser Menschen nachhaltig verändert hat, und zwar im Sinne einer ... mehrtiefgreifenden ›Psychologisierung des Selbst‹ –, ob die Leute das nun wissen oder nicht.
2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Einen Rückblick auf eine der praktisch einflussreichsten psychologischen Strömungen des 20. Jahrhunderts, der Licht- und Schattenseiten eines psychologischen Optimierungsprogramms bewusst zu machen vermag.
3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Ein Rückblick auf die Humanistische Psychologie ist aktuell ein Desiderat – auch im Hinblick auf eine ausstehende systematische Debatte über theoretische und methodischen Grundlagen sowie normative Implikationen der Psychologie.
4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit Eva Illouz, Alois Hahn und anderen Vertretern einer an Psychologie und Psychotherapie interessierten Kultursoziologie, mit Vertretern psychologischer und psychotherapeutischer Organisationen usw.
5. Ihr Buch in einem Satz:
Humanistische Psychologie – ein Weg zu guter Wissenschaft und glücklichen Menschen oder ein Abweg psychologisierender Menschenfänger mit esoterischen Ambitionen?
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