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Susanne Gesser, Martin Handschin, Angela Jannelli, Sibylle Lichtensteiger (Hg.)

Das partizipative Museum

Zwischen Teilhabe und User Generated Content. Neue Anforderungen an kulturhistorische Ausstellungen
2012, 304 S., kart., 28,80 €
ISBN 978-3-8376-1726-9
Reihe Kultur- und Museumsmanagement
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Was macht ein »partizipatives Museum« aus? Was ist wirklich neu an diesem Konzept? Und wie wirkt sich eine solche Ausrichtung der Museumsarbeit auf die Institution selbst aus?
Die in diesem Band präsentierten interdisziplinären Beiträge bieten einen umfassenden Überblick darüber, wie und warum kulturhistorische Ausstellungen zu sozialen Räumen werden und welchen individuellen und gesellschaftlichen Mehrwert partizipative Museumsarbeit bietet. Zahlreiche Praxisbeispiele zeigen konkrete Anwendungsmöglichkeiten und reflektieren die Konsequenzen einer gegenwartsorientierten und partizipativen Herangehensweise für das Selbstverständnis des Museums und die Ausgestaltung seiner (klassischen) Aufgaben.
Susanne Gesser ist Leiterin des »kinder museums frankfurt« und Projektleiterin für die Dauerausstellung »Frankfurt Jetzt!« im Rahmen der Neukonzeption des »historischen museums frankfurt«.
Martin Handschin, Soziologe und Kulturwissenschaftler, ist Projektleiter Ausstellungen in der Kulturinstitution »Stapferhaus Lenzburg«.
Angela Jannelli (Dr. phil.), Volkskundlerin und Museologin, realisiert im »historischen museum frankfurt« die Dauerausstellung »Frankfurt Jetzt!« und ist als Dozentin für Museologie tätig.
Sibylle Lichtensteiger leitet seit 2002 die Kulturinstitution »Stapferhaus Lenzburg«. Vorher arbeitete sie dort als wissenschaftliche Mitarbeiterin und als Redakteurin beim Schweizer Radio DRS.
WWW: www.historisches-museum.frankfurt.de
WWW: www.stapferhaus.ch
Besprochen in:
Bulletin - Deutscher Museumsbund e.V., 4 (2012)
Spielbein Standbein, 94 (2012)
sehepunkte, 13 (2013), Hubertus Kohle
Museumskunde, Museologie, Kulturmanagement, Partizipation, Stadtmuseum, Museumspädagogik, kulturelle Einrichtung, Kulturvermittlung
Kulturmanagement, Museumspädagogik, Kulturwissenschaften, Museologie, Volkskunde, Pädagogik
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Interview

... mit Susanne Gesser, Angela Jannelli, Sibylle Lichtensteiger und Martin Handschin
1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
In allen Lebensbereichen wird der Ruf nach mehr Partizipation laut, so auch im Museum. ... mehrDoch wie sieht Partizipation im Museum aus? Und wie geht das? Unser Buch ist der Versuch einer Positionsbestimmung inmitten des weiten Felds der partizipativen Museumsarbeit. Es versammelt Beiträge, die sich um eine Klärung des Begriffs bemühen sowie zahlreiche Praxisbeispiele, die die inhaltliche und methodische Vielfalt der partizipativen Museumsarbeit zeigen.
2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Die Zusammenarbeit mit (Museums-)Laien setzt viele Ängste frei: Verlust von Autorität und Wissenschaftlichkeit, von Deutungsmacht und Glaubwürdigkeit. Die in unserem Buch versammelten Beiträge zeigen, was partizipative Museumsarbeit bedeutet, in welchen Bereichen und unter welchen Fragestellungen sie überhaupt sinnvollerweise eingesetzt wird und welche neuen Perspektiven und Wissensbestände sie eröffnet. In den Beiträgen wird auch deutlich, welche neuen Arbeitsweisen und Kompetenzen Partizipation im Museum erfordert. Nicht zuletzt bieten die theoretischen Reflexionen und Praxisbeispiele auch sinnvolle Anregungen für eigene Projekte.
3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Partizipation ist derzeit ein großes und vieldiskutiertes Thema. Auch im Museum wird vielerorts eine stärkere Beteiligung der Besucher/-innen gefordert – im realen wie im virtuellen Raum. In unserem Buch wird deutlich, dass es partizipative Museumsarbeit nicht ›von der Stange‹ gibt, sondern dass sie immer eine ›maßgeschneiderte‹ Lösung ist, die sich den spezifischen inhaltlichen und institutionellen Anforderungen sowie dem jeweiligen Ausstellungsteam anpasst.
4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit Museums- und Laien-Kuratoren/-innen, die Erfahrungen mit partizipativen Projekten gemacht haben oder machen wollen.
5. Ihr Buch in einem Satz:
Der Sammelband bietet dank theoretischer Reflexionen und konkreter Beispiele aus der Ausstellungspraxis einen Überblick, warum Partizipation im Museum nötig ist, welche neuen Chancen und Perspektiven sich eröffnen, wie partizipative Strategien die Museumsarbeit verändern und welche Auswirkungen dies für die Institution und die beteiligten Personen hat.
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