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Daniel Botz

Kunst, Code und Maschine

Die Ästhetik der Computer-Demoszene
2011, 428 S., kart., zahlr. Abb., 34,80 €
ISBN 978-3-8376-1749-8
Reihe Kultur- und Medientheorie
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Die Demoszene ist ein Netzwerk von Computer-Enthusiasten, das bereits lange vor den Strukturen heutiger Internet-Communities existierte. Im Mittelpunkt dieser kreativen Subkultur stehen die Produktion und der Austausch audiovisueller Präsentationen, sogenannter »Demos«, wobei es sich nicht um digital erstellte Filme, sondern um Programme handelt, die auf handelsüblichen PCs oder aber auch auf antiquierten Homecomputern in Echtzeit ausgeführt werden.
Das erste deutschsprachige Buch zu diesem Thema gibt einen Einblick in die Motivationen, Produktionsweisen und »Spielregeln« der Demoszene, die den schnelllebigen Computer als künstlerisches Material entdeckte.
Daniel Botz ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kunstpädagogik der Ludwig-Maximilians-Universität München. Sein Forschungsgebiet umfasst digitale und audiovisuelle Bewegtbildmedien.
WWW: Uni München
WWW: www.danielbotz.de
»Rich in detail, the book gives insight into the motivations, methods of production and ›rules‹ of the demo scene.«
Wolfgang Ratzek, Communication Booknotes Quarterly, 07.05.2012
»Das Buch besticht nicht nur durch sorgfältige Recherchen, sondern durch verständliche und – erfreulich – bebilderte Erklärungen.«
Peter Asel, Studienguide Informatik, 31 (2012)
»Das Buch besticht nicht nur durch sorgfältige Recherchen, sondern durch verständliche und bebilderte Erklärungen.«
Checkpoint Karriere, WS (2011/12)
»Ein äußerst wertvoller Beitrag.«
www.avameo.de, 19.10.2011
»Das Buch bietet eine tiefgehende Analyse der Demo-Szene.
Fans werden Demos nach der Lektüre mit ehrfürchtigeren Augen sehen.«
Maik Schmidt, c't, 22 (2011)
Besprochen in:
Ludwig-Maximilians-Universität München, Presseinformation, 21.07.2011
GMK-Newsletter, 8 (2011)
Homecomputer, Medien, Demoszene, Computergrafik, Kunstpädagogik, Amiga, C64
Kunstpädagogik, Kunstwissenschaft, Medienwissenschaft, Informatik
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Aus dem Medienecho
»Fans werden Demos nach der Lektüre mit ehrfürchtigeren Augen sehen.«
Maik Schmidt, c't, 22 (2011)
Interview

... mit Daniel Botz
1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Weil das Phänomen der Demoszene bislang kaum wissenschaftlich beleuchtet wurde. Dabei zeigt gerade dieser wichtige Zweig produktiver Online-Gemeinschaften, ... mehrdass digitale Ästhetik nicht nur in der Vernetzung der Benutzer untereinander, sondern zunächst einmal mit der Maschine verhandelt wird. Die Selbstbeschränkung auf haushaltsübliche ›Unterhaltungselektronik‹ ist dabei keine Notlösung, sie macht die Bedingungen für digitale Gestaltung erst erfahrbar.
2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Die Demoszene verwendet Computer nicht als austauschbare virtuelle Werkzeuge, sondern als künstlerische Materialien, die es zu erforschen und zu bearbeiten gilt. Das Buch versucht daher erstmals, diese Computerfans nicht als technophile Extremsportler oder gar ›Freaks‹ zu beschreiben, sondern als junge kreative Szene, die in der Tuchfühlung mit Bits und Bytes wichtige Bewältigungs- und Emanzipationsstrategien für eine durch und durch technisierte Welt entwickelt hat.
3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Die Kunstwissenschaft hat inzwischen kapiert, dass man doch hin und wieder Schaltpläne und Programmcode lesen muss, wenn man Erzeugnisse der Medienkunst nicht als reine Oberflächenphänomene wahrnehmen will. Denn ist es nicht vorstellbar, dass die spezifischen Eigenarten verschiedener Geräte unsere Vorstellung von ›Computerästhetik‹ mindestens ebenso stark geprägt haben wie die Vorstellung von der universellen Virtualität des Digitalen? Die Demoszene stellt mit jeder ihrer Produktionen genau diese Frage.
4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit Friedrich Kittler, Henry van de Velde, Aristoteles, möglichst vielen Kollegen aus der Kunstpädagogik und natürlich aus der Demoszene.
5. Ihr Buch in einem Satz:
Die Demoszene verleiht jedem Stück Computerhardware ein echtes gestalterisches Potenzial und versöhnt uns auf diese Weise mit dem verkaterten Gefühl, das wir beim Benutzen unserer immer schneller ›veralteten‹ Maschinen entwickeln.
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