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Michael Hochgeschwender, Bernhard Löffler (Hg.)

Religion, Moral und liberaler Markt

Politische Ökonomie und Ethikdebatten vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart
2011, 312 S., kart., 29,80 €
ISBN 978-3-8376-1840-2
Reihe Histoire
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Seit Beginn des kapitalistischen Wirtschaftens wird nach einer ethisch-religiösen Begründung des liberalen Marktgeschehens gesucht. Mit dem Siegeszug des Neoliberalismus nach 1989/90, seinen Krisensymptomen der letzten Jahre sowie der Revitalisierung des Religiösen in der jüngsten Zeit stellt sich das Problem in besonders aktueller Weise.
Die Beiträge des Bandes gehen diesen Zusammenhängen nach. Sie spannen einen Bogen von den sozialphilosophischen Analysen Adam Smiths bis hin zu zeitgenössischen marktradikalen Überlegungen und zeigen, dass auch Religion selbst längst zum Markt- und Medienprodukt geworden ist.
Michael Hochgeschwender (Prof. Dr.) lehrt Nordamerikanische Kulturgeschichte an der Universität München.
Bernhard Löffler (Prof. Dr.) ist Inhaber des Lehrstuhls für bayerische Landesgeschichte an der Universität Regensburg.
WWW: Hochgeschwender
WWW: Löffler
»Lesenswert und bereichernd.«
Imre Koncsik, Ethica, 21 (2013)
»Der [Band regt] mit fundierten und differenzierenden Analysen [...] dazu [an], das Problemfeld der ethischen Begründung ökonomischer Verhältnisse intensiver in den Blick zu nehmen.«
Alexander Engel, Vierteljahresschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, 100/1 (2013)
»Der Band macht sich zweifellos um die wirtschatsethische Ideengeschichte des Liberalismus verdient.«
Marcel Nieden, H-Soz-u-Kult, 21.11.2012
»Die Lektüre dieses anspruchsvollen Sammelbandes [lohnt sich] für den an Liberalismus Interessierten, zumal er einen breit angelegten und historisch verorteten Aufriss einer komplexen Debatte bietet, die auch in Zukunft von Relevanz bleiben wird.«
Jochen Merkle, Jahrbuch für Liberalismus-Forschung, 1 (2012)
»Von den Reflexionen werden nicht nur wissenschaftlich Tätige profitieren können, sondern auch alle diejenigen, die mit dem Bewusstsein leben, dass ökonomisches Denken und Handeln mehr sein muss als von Marktegoismen diktiertes Mehr-(wert)Verhalten.«
Jos Schnurer, www.socialnet.de, 22.09.2011
Besprochen in:
VKRG Inform, 1 (2012)
scienzz.de, 13.03.2012, Josef Tutsch
Religion, Ethik, Wirtschaft, Liberalismus, Kapitalismus, Markt
Geschichtswissenschaft (v.a. Zeitgeschichte, Wirtschaftsgeschichte und Kulturgeschichte), Wirtschaftswissenschaft (v.a. Politische Ökonomie), Religionswissenschaft, Theologie, Politikwissenschaft, Medienwissenschaft sowie die am Verhältnis von Wirtschaft und Ethik interessierte Öffentlichkeit
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Interview
... mit Michael Hochgeschwender
1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Da muss man sich nur die gegenwärtigen, seit 2008 nicht abreißenden Krisen des kapitalistischen und liberalen Systems anschauen. Das ... mehrerzwingt geradezu, sich der kulturellen und ethischen Wurzeln kapitalistischen Denkens neu zu und auf historische Weise zu vergewissern.
2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Es verbindet ökonomische, kulturwissenschaftliche und historische Ansätze miteinander und untersucht die Phänomene obendrein in einer transatlantischen Perspektive. All das ist zwar oft gefordert, aber selten eingelöst worden.
3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Ich glaube, das es dazu beitragen kann, die verschiedenen Wissenschaftszweige von der Ethik bis zur Geschichtswissenschaft unter kulturellen Perspektiven besser miteinander ins Gespräch zu bringen.
4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit dem Erzbischof von München, Reinhard Kardinal Marx, da ihn offenkundig ähnliche Fragen und Probleme umtreiben.
5. Ihr Buch in einem Satz:
Eine breit angelegte, transkontinentale Kulturgeschichte ökonomisch-ethischen Denkens.
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