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Oliver Leistert, Theo Röhle (Hg.)

Generation Facebook

Über das Leben im Social Net
2011, 288 S., kart., 21,80 €
ISBN 978-3-8376-1859-4
Reihe Kultur- und Medientheorie
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Facebook hat das Internet erobert. Lange als Trivialität belächelt, lässt sich die Relevanz der »sozialen Netzwerke« heute nicht mehr bestreiten. Als Umschlagplatz für soziale Beziehungen aller Art erlangt gerade der Marktführer immer größere ökonomische Macht und politische Bedeutung und nistet sich zusehends tiefer in gesellschaftliche Strukturen ein.
In diesem Band kommen internationale Autorinnen und Autoren zu Wort, die erstmals eine umfassende medien- und kulturkritische Perspektive auf Facebook entwickeln. In fundierten theoretischen Beiträgen – u.a. von Geert Lovink – sowie perspektivenreichen Kommentaren – u.a. von Saskia Sassen – werden die wichtigsten Facetten des Phänomens untersucht und die Konsequenzen dieser neuen Form von Sozialität analysiert.
Oliver Leistert ist Research Fellow am Centre for Media and Communication Studies der Central European University in Budapest. Er forscht mit internationaler Perspektive theoretisch und empirisch zu Mobilen Medien, Überwachung und Protest.
Theo Röhle (Dr. phil.) forscht an der Universität Paderborn zu digitalen Wissensordnungen, Überwachung und Macht. Bei transcript erschien von ihm 2010 »Der Google-Komplex. Über Macht im Zeitalter des Internets«.
WWW: Leistert
WWW: Röhle
»Die Beiträge stehen in einer Gesamtbetrachtung nicht einfach nur nebeneinander, sondern greifen verschiedene Themen unterschiedlich auf. Das macht den Band lesenswert und verdichtet einzelne Aspekte der Analyse zu Facebook und sozialer Medien insgesamt.
Insgesamt ist ein sehr kritisches Buch und kein Jubelwerk entstanden. Allerdings auch keines, was allein auf den Datenschutz als größtes Problem von Facebook verweist.«
Nils Zurawski, Sonderausgabe »Phänomen Facebook« von kommunikation@gesellschaft, 13 (2012)
»Der Problemaufriss ist äußerst lesenswert.
Geeignet ist das Buch für Multiplikatoren – Politiker, Journalisten oder Netzaktivisten. Ihnen kann es den Blick schärfen für weitere nötige Debatten über soziale Netzwerke.«
Vera Linß, Deutschlandradio Kultur, 15.01.2012
»Erhellende Perspektiven auf Praktiken der Selbstzerteilung und auf eine neue Geständniskultur.«
Johannes Gernert, taz, 07.01.2012
»[Das Buch] bietet aufgrund des akademischen Anspruchs sicher nicht den leichtesten Zugang zum Thema, aber im Vergleich zur Qualität manch anderer Publikation den tiefgehendsten.«
Christian Bala, c't, 1 (2012)
»Das Phänomen Facebook vom Kopf auf die Füße gestellt, eine gute und notwendige Ergänzung zur bislang vorliegenden Literatur.«
Die Wohnungswirtschaft, 2 (2012)
»Bemerkenswert differenziert. Prädikat: Unbedingt lesenswert.«
Rolf van Raden, DISS-Journal, 22 (2011)
»Leistert und Röhle haben ihr Buch mit einer medienhistorischen Perspektive versehen. Sie liefern damit einen medientheoretischen Beitrag zur Diskussion um Facebook, der so selbst im angelsächsischen bzw. englischsprachigen Raum bisher nicht entwickelt worden ist.«
Torsten Flüh, Night out @ Berlin, 14.11.2011
»Solide, gut gearbeitet und zitierwürdig.
Es bleibt zu hoffen, dass auch viele unreflektierte Facebook-Nutzer über dieses Buch oder andere Medien zu einer etwas kritischeren Einstellung finden.«
Dennis Schmolk, www.anouphagos.com, 02.11.2011
»Lesenswert.«
http://thebusinessweb.de, 26.10.2011
»Der neue Sammelband ›Generation Facebook‹ unterzieht Facebook einer Kritik, die spektakulär anders ist als verkürzte Datenschutz-Debatten und konservative Internet-Ablehnung.
Prädikat: Unbedingt lesenswert.«
www.bszonline.de, 24.10.2011
»Den Herausgebern ist es gelungen, einen durch verschiedene wissenschaftliche Ansätze und Meinungen facettenreichen und sehr interessanten Blick auf die Entwicklung des Phänomens und seine Auswirkungen zu werfen.
Das Buch ist allen zu empfehlen, die die Debatte [um Postprivacy vs. Datenschutz] mit ein bisschen theoretischem Background statt nur Parolen führen wollen.«
Linus Neumann, netzpolitik.org, 17.10.2011
»Ausgesprochen informativ. Man ist den Autoren – zu denen neben Forschern wie Saskia Sassen auch Künstler, Blogger und andere Netzaktivisten zählen – dankbar, dass sie die geheimen Strategien des Netzwerkes fern jedes Alarmismus kritisch durchleuchten.«
Regula Freuler, NZZ am Sonntag, 25.09.2011
Besprochen in:
Newsletter Archiv der Jugendkulturen e.V., 12 (2011)
Falter, 49 (2011), Jana Herwig
SuchtMagazin, 6 (2011)
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 05.02.2012, Friedrike Haupt
Web 2.0, Social Web, Social Networking, Facebook, Gouvernementalität, Privacy, Verdatung, Überwachung, Ökonomie
Medien- und Kommunikationswissenschaften, Kulturwissenschaften, Soziologie, Science and Technology Studies sowie die interessierte Öffentlichkeit
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Aus dem Medienecho
»Ausgesprochen informativ. Man ist den Autoren dankbar, dass sie die geheimen Strategien des Netzwerkes fern jedes Alarmismus kritisch durchleuchten.«
Regula Freuler, NZZ am Sonntag, 25.09.2011
Interview

... mit Theo Röhle (Foto) und Oliver Leistert
1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Dies ist die erste deutschsprachige Aufsatzsammlung aus kritischer medienwissenschaftlicher Sicht zu einem Phänomen, das ... mehrimmer stärkeren Anteil hat an der Formung unserer Sozialität, unserer Kommunikation und unseren Aushandlungen untereinander. Es ist der Anfang einer dringend notwendigen Auseinandersetzung mit dem Phänomen Facebook.
2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Jede Menge: Wir zeichnen nach, wie sich Subjekte durch Facebook formen; wir erklären die Mechanismen einer neuen Ökonomie und wer dabei von wem profitiert; wir untersuchen, wie sich Demokratisierung und Facebook zueinander verhalten.
3.Welche Bedeutung kommt dem Thema in aktuellen Debatten in Wissenschaft und Gesellschaft zu?
Facebook ist ein Phänomen, das so gut wie alle Aspekte der Gesellschaft tangiert. Für die Wissenschaft stellt Facebook eine Herausforderung dar, da heiß umstritten ist, mit welchen Ansätzen man die Nutzung der Social Networks erforscht, wie sich Facebook ›messen‹ lässt und was diese Daten am Ende überhaupt aussagen können. Auch darum geht es in unserem Buch.
4. Welche besonderen Aspekte kann die wissenschaftliche Betrachtung in die öffentliche Diskussion einbringen?
Die öffentlich Diskussion zirkuliert aufgeregt zwischen Alarmismus und Affirmation. Die Betrachtung, die unser Buch leistet, kann hier vermitteln und die Probleme des Gegenstandes aufzeigen.
5. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Norbert Wiener und Diogenes.
6. Ihr Buch in einem Satz:
Unser Buch diskutiert aus unterschiedlichen Perspektiven ein Phänomen der digitalen Kulturen, das sich soweit in die Verästelungen des Sozialen eingenistet hat, dass es für viele Menschen bereits als unverzichtbar gilt.
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