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Regine Buschauer, Katharine S. Willis (Hg.|eds.)

Locative Media

Medialität und Räumlichkeit – Multidisziplinäre Perspektiven zur Verortung der Medien / Multidisciplinary Perspectives on Media and Locality
Februar 2013, 308 S., kart., zahlr. Abb., 34,80 €
ISBN 978-3-8376-1947-8
Reihe Locating Media
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Mit der Konvergenz von Mobilfunk und Internet, GPS, digitaler Kartographie und Social Networks hat sich ein Feld »lokativer« Medien herausgebildet, denen in den heutigen Medientechniken und -praktiken eine zentrale Bedeutung zukommt.
Die Beiträge des Bandes widmen sich diesem jüngsten Medienwandel und bieten Einblick in die Entwicklungen und Phänomene ortsbezogener Medien. In einem multidisziplinären Spektrum kritischer Beiträge beleuchtet der Band die Dynamik, den Hintergrund und die Formen »lokativer« Medientechniken sowie ihre Implikationen in der gegenwärtigen Mediengesellschaft und -kultur.
The convergence of smartphones, GPS, the Internet, digital mapping technologies and social networks has given rise to a broad field known as locative media. The essays in this book investigate this media change and provide an overview of the multifaceted development and phenomena of locative media, highlighting critical approaches from related disciplines and drawing attention to its dynamics, its backgrounds and different medial forms as well as to the implications of locative technologies in contemporary media culture and society.
Regine Buschauer (Dr. phil.) lebt und arbeitet in Zürich.
Katharine S. Willis (Dr.-Ing.) ist Dozentin an der School of Architecture, Design and Environment der University of Plymouth, Großbritannien.
WWW: www.mewi.unibas.ch
WWW: www.plymouth.ac.uk/staff/kwillis1
Locative Media, Verortung, Mobile Medien, Ort, Raum, Mapping, Spatial Turn, Topographical Turn
Medienwissenschaft, Kulturwissenschaft, Soziologie, Urban Studies, Informatik, Geographie, Architektur, Geschichte
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Interview
... mit Regine Buschauer
1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Diese Welt ist heute zunehmend standardmäßig eine verortete Welt. Tagging, Tracing und Tracking sind eine normale Praxis, und Formen der Selbst- ... mehrund Fremdlokalisierung, die vor zehn Jahren als ›Locative Media‹ künstlerisch-technische Exploration waren, sind mit den heutigen GPS-fähigen Smartphones Alltag, sei es in der städtischen Navigation oder auf Social Media Plattformen. Der Band versammelt erstmals in Buchform Beiträge, die diese Entwicklung reflektieren.
2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Entsprechend der Bandbreite der Beiträge und Disziplinen eine Vielzahl – auf die Entstehung wie die heutigen lokativen Medien. Es ist gerade Ziel, eine breite Auseinandersetzung mit ortsbezogenen Medien zu eröffnen, von der Medienkunst über die Frage, wie GPS funktioniert bis zur Kartographiegeschichte, von der Urbanistik bis zu raumtheoretischen Zugängen zur Augmented Reality. Der Band stellt einer oft auf einzelne Applikationen – wie z.B. Foursquare oder Facebook Places - konzentrierten Aufmerksamkeit Perspektiven einer grundlegenden Reflexion entgegen. Was heisst das, wenn es so etwas wie eine ›Locational Privacy‹ heute nicht mehr gibt? Und wie ist das breitflächige ›Going Locative‹ der digitalen Medien einzuordnen – medien-, kultur- und sozialtheoretisch?
3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
›Locative Media‹ sind gegenwärtig ein dynamischer Forschungsbereich, in dem sich Forschungen der Medienkunst und experimentellen Informatik, der Medienwissenschaft und Mediengeographie, Architektur und Urbanistik, aber auch z.B. der Literaturwissenschaft überschneiden. Die Verbindung dieser Forschungen ist noch jung und viele Debatten sind erst angestoßen. Mit dem Band wollen wir dazu beitragen, dass sie vermehrt über die Disziplinengrenzen hinaus geführt werden.
4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit möglichst vielen Fachkollegen/-innen aller beteiligten Autorinnen und Autoren.
5. Ihr Buch in einem Satz:
Wie verorten wir Medien, die die Welt und uns verorten?
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