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Stefan Wellgraf

Hauptschüler

Zur gesellschaftlichen Produktion von Verachtung
2012, 334 S., kart., 24,80 €
ISBN 978-3-8376-2053-5
Reihe Kultur und soziale Praxis
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Stigmatisierende Medienberichte, Demütigungen durch Pädagogen und abfällige Bemerkungen von Freunden oder Verwandten – all das sind Beispiele für Praktiken sozialer Abwertung, mit denen Hauptschüler tagtäglich konfrontiert werden.
Wie kommen sie zustande? Wie werden sie erlebt und verarbeitet? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Ethnografie von Stefan Wellgraf, die Hauptschüler in ihrem letzten Schuljahr und beim Versuch, sich eine berufliche Zukunft zu erarbeiten, begleitet. Mit Blick auf die Erfahrungen und Perspektiven der Schüler/-innen in Schule und Freizeit entsteht ein materialreicher Beitrag zur Debatte um gesellschaftliche Ungleichheit – und zugleich eine pointierte und beunruhigende Gesellschaftskritik.
Stefan Wellgraf (Dr. phil.) hat an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder promoviert und war Kollegiat im Graduiertenkolleg »Berlin – New York. Geschichte und Kultur der Metropolen im 20. Jahrhundert«.
»Beeindruckend sind die eindrücklichen ›Fallstudien‹, die der Autor unternommen hat.
[Das Buch liefert] konkretes Material und Argumente für eine Analyse vieler Situationen, in denen sozial begründete Verachtung auch in der Schule eine Rolle spielt.«
Helmut Landwehr, Lehren & Lernen, 8/9 (2012)
»Das Buch verdeutlicht die gesellschaftliche Stigmatisierung von Hauptschüler_innen und ihren aktiven Umgang mit Diskriminierung.
Reflektierte Studie.«
http://kritisch-lesen.de, 13.08.2012
»Die Forschungsarbeit ist ein Stachel im Fleisch derjenigen, die das traditionelle Schulsystem – und damit auch die Hauptschule – ein ›bisschen‹ verändern möchten und als Aufruf zu verstehen, Schule als gesellschaftliche und bildungspolitische Einrichtung für Chancengleichheit zu schaffen, als ›Schule für alle‹, lokal und global!«
Jos Schnurer, socialnet.de, 03.07.2012
»Das Buch will kein dramatischer Abgesang auf die Kompetenz der Pädagogen, keine spektakuläre Milieuzeichnung, Kriminalstatistik oder islam-kritische Polemik sein. Es schildert auf Grundlage von Beobachtungen und Interviews, wie wenig die schwierigen Lebensbedingungen der Jugendlichen in der Schule aufgefangen werden.«
Claudia Lenssen, Deutschlandradio Kultur, 31.05.2012
Besprochen in:
GMK-Newsletter, 6 (2012)
www.lehrerbibliothek.de, 7 (2012), Dieter Bach
friedensnews.at, 9 (2012), Andreas Hermann Landl
Hauptschüler, Schule, Soziale Ungleichheit, Migration, Medien, Emotionen, Exklusion, Gesellschaft
Soziologie, Anthropologie, Kulturwissenschaften, Erziehungswissenschaften, Pädagogik sowie die interessierte Öffentlichkeit
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