Mit dem Erfolg bei den Abgeordnetenhauswahlen in Berlin ist die Piratenpartei in Politik und Öffentlichkeit angekommen. Sind die Piraten nur ein Übergangsphänomen, das von der Schlafmützigkeit des Establishments profitiert, oder gibt es ein Potenzial für nachhaltige Verschiebungen im politischen Koordinatensystem? Bildet ein »digitaler Wertekanon« im Spannungsfeld von Offenheit, Dezentralität und Beteiligung die Basis für eine neue politische Arena? Oder sind Themen wie Urheberrecht, Datenschutz und Netzneutralität lediglich Modeerscheinungen? Werden mit Stilmitteln wie »radikale Transparenz« und »liquid democracy« neue Zugänge für Kooperation und Beteiligung in politischen Organisationen entwickelt?
Diesen und weiteren Fragen widmet sich der Band und nimmt damit eine erste Bestandsaufnahme und kulturelle Deutung eines neuen politischen Phänomens vor.
Christoph Bieber (Prof. Dr.) ist Inhaber der Welker-Stiftungsprofessur für »Ethik in Politikmanagement und Gesellschaft« an der Universität Duisburg-Essen. Claus Leggewie (Prof. Dr.) ist Professor für Politikwissenschaft und Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts in Essen.
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»Mit etwas mehr Abstand könnte es nun an der Zeit sein, die gesellschaftlichen Voraussetzungen für das Phänomen genauer zu beleuchten. Ebendas haben sich die Politikwissenschaftler Christoph Bieber und Claus Leggewie mit dem Band [...] vorgenommen.« Marie Katharina Wagner, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.09.2012
»Die Stärke der meisten Aufsätze, die sich mit der Vorgeschichte der Piraten sowie ihres Nah- und Fernumfelds befassen, besteht in der oft treffenden Einordnung der neuen Partei in das bundesdeutsche Parteiensystem.« Peter Nowak, Telepolis, 14.08.2012/Neues Deutschland, 03.09.2012
»Anregende Überlegungen enthält diese erste Bestandsaufnahme vor allem zu Themen der Netzpolitik.« Ossietzky, 20 (2012)
»Der Dynamik und Ergebnisoffenheit der Piratenbewegung zum Trotz gelingt hier [...] eine 1. komplexe kultur- und politikwissenschaftliche Bestandsaufnahme der neuen Partei.« Uwe-Friedrich Obsen, ekz Bibliotheksservice, 7 (2012)
»Die Herausgeber [...] tragen mit einer vielseitigen Beitragssammlung zur Debatte über die neue politische Bewegung der Piraten
bei.« Jörg Riemenschneider, NDR Info, 09.07.2012
»Der Verdienst [des Bandes] besteht darin, die Piraten in den bereits länger andauernden Prozess ›digitaler Demokratie‹ einzuordnen, mit Vorurteilen aufzuräumen und eine demokratische – oder besser gesagt: postdemokratische – Perspektive aufzuzeigen.« Vera Linß, Deutschlandradio Kultur, Radiofeuilleton, 26.06.2012
»[Der Band hebt sich] wohltuend von den jüngsten Feuilleton-Analysen ab.« http://politik-digital.de, 14.06.2012
»Erstmals wagen sich Publizisten und Forscher unterschiedlichster Disziplinen an eine fundierte Analyse.« Petra Sorge, Cicero, 5 (2012)