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Nadine Dablé

Leerstellen transmedial

Auslassungsphänomene als narrative Strategie in Film und Fernsehen
2012, 242 S., kart., zahlr. Abb., 29,80 €
ISBN 978-3-8376-2118-1
Reihe Kultur- und Medientheorie
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Durch die intensive Beschäftigung mit unzuverlässigem und komplexem Erzählen haben narratologische Konzepte in den vergangenen Jahren in der Film- und Fernsehwissenschaft an Popularität gewonnen. Nadine Dablé widmet sich einem bisher blind gebliebenen Fleck dieser audiovisuellen Narratologie: den Leerstellen. Dadurch rückt gerade das in den Blick, was fehlt, was unausgesprochen bleibt oder explizit verweigert wird. In einer deutlichen Modernisierung und Erweiterung der literaturwissenschaftlichen Leerstellentheorie beleuchtet die Studie vielfältige Auslassungsphänomene auf ihre transmediale erzählstrategische Verwendung hin.
Nadine Dablé (Dr. phil.) unterrichtet Medienwissenschaft an der Leuphana Universität Lüneburg. Ihre Schwerpunkte sind Geschichte, Theorie und Ästhetik der Medien.
Film, Medien, Erzähltheorie, Narratologie, Fernsehen
Filmwissenschaft, Fernsehwissenschaft, Literaturwissenschaft, Medienwissenschaft
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Interview
... mit Nadine Dablé
1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Das Buch schließt an aktuelle Diskurse an und beschäftigt sich mit einem dabei bisher wenig berücksichtigten Phänomen. Das allgemeine Interesse ... mehran narratologischen Strukturen verdient einen genaueren Blick auf diese einzelnen Einflussfaktoren und Aspekte, die für die vieldiskutierte Komplexität verantwortlich zeichnen.
2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Das Buch greift einen Aspekt auf, der bisher in den aktuellen Diskursen um das unzuverlässige oder komplexe Erzählen wenig beachtet wurde und nimmt diesen sehr intensiv in den Blickpunkt. Auslassungsphänomene können sehr vielfältige Formen annehmen und unterschiedlichste Funktionen für die Narration erfüllen. Diese theoretisch aufzuarbeiten und darzustellen war das Ziel meines Buches.
3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Auslassungsphänomene sind ein wesentliches Mittel des Erzählens, die in den letzten Jahren im Rahmen neuer narrativer Möglichkeiten und Formen an Bedeutung noch gewonnen haben. Diesen aktuellen Phänomenen begegnet die Narratologie aus vielfältigen Perspektiven und mit unterschiedlichen Begrifflichkeiten und Konzepten. Der Blick auf die Leerstellen kann hier vielleicht sogar ein verbindendes Element zwischen den unterschiedlichen Diskursen um neue narrative Strategien darstellen.
4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit allen, die sich für das Thema interessieren.
5. Ihr Buch in einem Satz:
Leerstellen sind solche Stellen, die ein bedeutungsrelevantes Fehlen markieren, wodurch Informationen vorenthalten werden, die zur Herstellung der Bedeutung notwendig sind.
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