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Birgit Bräuchler
Cyberidentities at War
Der Molukkenkonflikt im Internet
2005, 402 S., kart., 28,90 €
ISBN 978-3-89942-287-0
Reihe MedienWelten
Schlagworte:Internet, Konflikt, Identität, Religion, Cyberethnologie, Molukken/Indonesien Adressaten: Ethnologie, Soziologie, Kultur-, Kommunikations- und Medienwissenschaften, Sozialwissenschaftliche Internetforschung
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Konfliktakteure setzen weltweit das Internet in zunehmendem Maße strategisch ein. Lokal ausgetragene Konflikte erhalten so eine neue Dimension: Die veränderte Medialisierung führt zu ihrer Ausdehnung in den globalen Cyberspace. Auf der Grundlage ethnographischer Forschungen zu den Online-Aktivitäten christlicher wie muslimischer Akteure im Molukkenkonflikt (1999-2002) untersucht die Studie Prozesse der Identitätskonstruktion und Gemeinschaftsbildung im Internet. Die Autorin leistet damit einen innovativen Beitrag zur Konflikt- und Internetforschung und ebnet methodisch den Weg für eine neue Cyberethnologie.
Birgit Bräuchler (Dr. phil.) lehrt Ethnologie an der LMU München und ist Mitglied des Graduiertenkollegs Postcolonial Studies. Ihre Forschungsschwerpunkte sind u.a. Cyberanthropology und Konfliktforschung.
Pressestimmen
»Mit den Cyberidentities at War (CaW) hat Birgit Bräuchler ein bemerkenswertes Buch vorgelegt. Insbesondere für die deutsche Ethnologie hat sie damit ein Feld geöffnet, das bislang eher stiefmütterlich behandelt wurde: Die Ausweitung ethnologisch-anthropologischer ... mehr Methoden und Perspektiven auf den Cyberspace und das Internet. Und auch im internationalen Vergleich ist CaW eines der wenigen Bücher, dass sich in dieser Weise mit dem Phänomen computergestützter Kommunikation auseinandersetzt. Damit hat sie nicht nur neue Perspektiven für die Internetforschung eröffnet, sondern auch für andere Felder - z.B. die Konfliktforschung - Herangehensweisen skizziert, die einen wichtigen Beitrag hinsichtlich der Bedeutung des Internet in diesen Kontexten liefern können.«
Dr. Nils Zurawski, kommunikation@gesellschaft, 6 (2005)
»At any rate, Cyberidentities at War fills a huge gap in the ethnographic record on the war uses of Internet technologies. It is a very valuable contribution to the thriving research area of 'media anthopology' at a time when few anthopological monographs are being published. It is a strong addition, in particular, to the three main ethnographic studies of the Internet to date, all of which published in 2000.
It will be essential reading for scholars and students of Internet studies, religious studies, political science, media anthopology and the anthropology of Southeast Asia.
Given this broad appeal, the book fully deserves an English translation in order to reach an international readership, not least in Southeast Asia.«
John Postill, ETHNOS, 71/2 (2006)
»Bahnbrechend für die deutschsprachige Ethnologie erarbeitet Bräuchler zentrale Elemente einer Art 'Cybertechnologie' [...], die einerseits auf Identitätskonstruktionen, andererseits auf spezifische Gemeinschaftsbildungen im Netz verweist.
Die einzelnen Teilanalysen, die im Schlusskapitel nochmals zusammengeführt werden [...], beeindrucken durch die Detailliertheit und die Vielzahl an Befunden.«
Jeffrey Wimmer, MEDIENwissenschaft, 1 (2007)
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