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Andreas Becker, Saskia Reither, Christian Spies (Hg.)

Reste

Umgang mit einem Randphänomen
2005, 288 S., kart., 27,80 €
ISBN 978-3-89942-307-5
Reihe Kultur- und Medientheorie
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Ob als materieller Abfall, als Brache, als blinder Fleck oder in Form des Unklassifizierbaren: Mit dem Rest geht man um, indem man ihn leugnet, ausgrenzt oder vergisst. Ex negativo zeigt sich an ihm, wie in unterschiedlichen Zusammenhängen bewertet, beschrieben oder eingeordnet wird. Gleichzeitig ist der Rest auch ein produktives Moment, er lädt zum Sammeln ein und lässt alternative Ordnungen durchspielen.
Der Band zeichnet diese verschiedenen Formen des Umgangs nach und diskutiert sie in einem interdisziplinären Spannungsfeld.
Saskia Reither (Dr. phil.) ist künstlerisch-wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Kunsthochschule für Medien in Köln.
Christian Spies ist Mitarbeiter im Forschungsprojekt »Virtualisierung von Skulptur« im DFG-Forschungskolleg »Medienumbrüche« an der Universität Siegen.
Andreas Becker (Dr. phil.) ist Postdoktorand im Graduiertenkolleg »Zeiterfahrung und ästhetische Wahrnehmung« an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.
WWW: www.uni-frankfurt.de/fb10/grakozeit/ WWW: Reither WWW: Becker WWW: Forschungskolleg Medienumbrüche
»Da eben der 'Rest' wohl weniger als 'Rand-', sondern vielmehr als Zentralphänomen der Moderne anzusehen ist, wird seine Relevanz und Aktualität in den besprochenen Beiträgen überzeugend bestätigt und es deutet sich hier schon an, dass aus der - entsprechend systematisch ausgearbeiteten - interdisziplinären Erforschung des 'Rests' in der Tat einmal eine fruchtbare kulturwissenschaftliche Leitkategorie entstehen könnte. Dass die Thematik in der hier skizzierten Modellierung überdies an zusätzlicher und trauriger Brisanz im Zeitalter eines entfesselten Neoliberalismus gewinnt, der vor Wortschöpfungen wie 'Prekariat' und 'Modernisierungsverlierer' nicht zurückschreckt, liegt auf der Hand und rechtfertigt die Notwendigkeit einer umfassenden Auseinandersetzung auch mit den politischen Aspekten und Phänomenbereichen des 'Rests' nur noch einmal auf das Nachdrücklichste.«
Kay Kirchmann, MEDIENwissenschaft, 1 (2007)
Rest, Zeiterfahrung, Museum, Kunst
Literaturwissenschaft, Kunstwissenschaft, Medienwissenschaft, Philosophie
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