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Alexander C.T. Geppert, Uffa Jensen, Jörn Weinhold (Hg.)
Ortsgespräche
Raum und Kommunikation im 19. und 20. Jahrhundert
2005, 380 S., kart., 29,80 €
ISBN 978-3-89942-312-9
Reihe Zeit - Sinn - Kultur
Schlagworte:Geschichte, Raum, Kommunikation, Medien, Geographie Adressaten: Geschichtswissenschaft, Geographie, Kommunikations- und Medienwissenschaft, Kunstgeschichte
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Unter dem Schlagwort des spatial turn erlebt 'Raum' gegenwärtig eine ungeahnte Renaissance in der Geschichtswissenschaft. Was dort schnell zur Mode geworden ist, beschäftigt andere Disziplinen indes schon seit langem. Der interdisziplinär angelegte Band bereitet daher Theorie- und Wissensangebote aus verschiedenen Nachbardisziplinen für historiographische Zwecke auf und lotet zugleich anhand von Fallstudien das Verhältnis von Raum und Kommunikation im 19. und 20. Jahrhundert aus. Dabei steht nichts weniger als die Eignung von Raum als Zentralkategorie für eine neu zu konzipierende Kommunikationsgeschichte zur Disposition.
Alexander C.T. Geppert (Dr. phil.) arbeitet als Research Fellow am Kulturwissenschaftlichen Institut (KWI) in Essen.
Uffa Jensen (Dr. phil.) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin.
Jörn Weinhold (M.A.) ist Geschäftsführer der Research School der HafenCity Universität Hamburg.
Pressestimmen
»Der Band gehört [...] zu den außergewöhnlichen und herausragenden Publikationen, von denen der aktuelle Raumdiskurs leider nicht sehr viele zu bieten hat.«
Ulrike Jureit in: H-Soz-u-Kult, 09.03.2006
»Die Herausgeber dieses hervorragenden Bandes ... mehr sprechen bewusst von 'Verräumlichung', um auf diese Weise deutlich zu machen, dass sie ein grundsätzlich prozessuales Verständnis von Raum vertreten. Raum ist nicht, Raum wird - in, durch und als Kommunikation.«
Literaturen, 11 (2005)
»So liegt hier ein Buch vor, das es auf faszinierende Weise schafft, den Raumbegriff davor zu bewahren substanzlose Modeerscheinung zu sein und zeigt, wie viele überaus spannende und wichtige neue Fragen unentdeckt in oft betrachteten Themen warten und durch eine Justierung des Blickwinkels sichtbar werden. 'Hier meldet sich ein neues historisches Fragen und Denken, das über die eingefahrenen Gleise etablierter Forschungsstrategien hinausfährt', beschließt Jörn Rüsen sein Vorwort und die Fahrt, die geboten wird, erfolgt durchgängig erster Klasse. Ein großes, ein wichtiges Buch.«
Christian Schwarzenegger, medien & zeit, 3 (2005)
»Zusammenfassend lässt sich die besondere Qualität der vorgestellten Anthologie hervorheben. Der einleitende Beitrag setzt in Bezug auf die konsequente Durchführung des Forschungskonzeptes einer verschränkten Untersuchung von Kommunikation und Raum hohe Maßstäbe.
Denn gerade durch die unterschiedlichen Gewichtungen von Raum und Zeit in den einzelnen Forschungsansätzen, wie auch durch die unterschiedlichen Perspektiven auf diese beiden Zentralaspekte, wird die 'Eignung von Raum als Zentralkategorie für eine neu zu konzipierende Kommunikationsgeschichte' deutlich. Für Historiker, die sich im Anschluss an den 'spatial turn' intensiv mit Raumtheorien auseinandersetzen möchten, ist daher eine vollständige Lektüre des Sammelbandes zu empfehlen.«
Jan Philipp Altenburg, www.uni-giessen.de
»Der Sammelband ist ein weiterer eindringlicher Aufruf, Raum als historische Kategorie nun endlich ernsthaft in die Praxis einzubinden [...]. Es ist vorbildlich, wie die Beiträge die sukzessive Selbstzweckwerdung beider Ordnungen während der 'massenmedialen Sattelzeit' zwischen 1880 und 1960 herausstellen und dabei betont auf Interdisziplinarität setzen. Man kann nur hoffen, daß dieser innovative Zugang nicht erneut auf taube Ohren stößt.«
Roland Cvetkovski, Das Historisch-Politische Buch, 54/5 (2006)
»All jenen, die sich für eine fruchtbare Verbindung von Geschichte und Geopraphie interessieren, sei dieser Sammelband wärmstens empfohlen.«
Riccardo Bavaj, Westfälische Forschungen, 57 (2007)
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