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Christoph Hennings materialreiche Studie unterzieht hundert Jahre theoretischer Marxrezeption über die Disziplingrenzen hinweg einer kritischen Analyse. Vor diesem Hintergrund versucht der Autor eine Rekonstruktion des Marx'schen Werkes gegen seine bisherigen Auslegungen. Der erste Teil des Bandes behandelt systematisch die Marxrezeptionen in Sozialdemokratie und Kommunismus, in Ökonomie, Soziologie, Philosophie, Kritischer Theorie und Theologie. Als Haupttendenz erweist sich hier die Verlagerung ökonomischer Argumente in immer spekulativere Gefilde.
Der zweite Teil kritisiert heutige Sozialphilosophien und zeigt, dass ihr dezidiert normativer Ansatz aus diesen verfehlten Marxrezeptionen resultiert. Der Band fordert damit zu einer neuen Auseinandersetzung mit Marx jenseits politischer Grabenkämpfe heraus.
Christoph Henning (Dr. phil.) promovierte in Dresden, war Mitarbeiter an der Zeppelin University in Friedrichshafen und ist seit Herbst 2006 Assistent an der Universität St. Gallen. Er arbeitet derzeit über den Wohlfahrtsbegriff in sozialphilosophischen Traditionen Europas und Nordamerikas.
Pressestimmen
»Wer sich auf diese groß angelegte Rehabilitation der Politischen Ökonomie einlassen will, wird dies mit Gewinn und nicht zuletzt Leselust tun, sollte aber darauf gefasst sein, dass Hennings Kritik eine nicht geringe Anzahl der bekanntesten Autoren der ... mehr
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2009: Ausgezeichnet mit einem der Förderpreise »Geisteswissenschaften International – Preis zur Förderung der Übersetzung geisteswissenschaftlicher Literatur« des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels
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