|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
Gerald Hartung, Kay Schiller (Hg.)

Weltoffener Humanismus

Philosophie, Philologie und Geschichte in der deutsch-jüdischen Emigration
2006, 224 S., kart., 24,80 €
ISBN 978-3-89942-441-6
Reihe Edition Moderne Postmoderne
|
 |

Bestellen |
In den letzten Jahren rückt das Thema »Biographie und Historiographie« immer mehr in den Mittelpunkt der Kulturgeschichtsschreibung. Das Interesse an sogenannten »intellektuellen« oder »philosophischen Biographien« vornehmlich des 20. Jahrhunderts nimmt zu. Der Band widmet sich diesem Themenbereich und geht dabei der Frage nach, wie die individuelle Lebenserfahrung der jüdisch-deutschen humanistischen Gelehrten während der Emigration aus Deutschland in den 30er und 40er Jahren des zurückliegenden Jahrhunderts in ihren Arbeiten zur Kultur- und Literaturgeschichte sowie zur Philosophie und Philosophiegeschichtsschreibung reflektiert wird. Die These lässt sich folgendermaßen formulieren: Die Form der Gelehrsamkeit kann in einem signifikanten Maß als eine Antwort auf die individuelle Lebenssituation und als Produkt einer anhaltenden Suche nach emblematischen Denkmodellen für die Bewältigung existenzieller Fragen im »Zeitalter der Extreme« (Eric Hobsbawm) gelesen werden.
Gerald Hartung (Dr. phil. habil.) lehrt Philosophie an der Universität Leipzig. Seine Forschungsschwerpunkte sind Kulturphilosophie und politische Philosophie.
Kay Schiller (PhD) lehrt europäische Zeitgeschichte an der University of Durham, Großbritannien. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte der deutsch-jüdischen Emigration nach 1933 und der Bundesrepublik nach 1945.
WWW: www.uni-leipzig.de/~kuwi/mitarb_index.html
WWW: www.dur.ac.uk/history/staff/ks.html
»Dieses methodisch erstrangige und innovative Buchprojekt ist, inspiriert von Helmuth Lethens Verhaltenslehre der Kälte (1994), systematisch angelegt und vorbereitet in Schillers Veröffentlichung Gelehrte Gegenwelten (2000) sowie durch Hartungs Das Maß des Menschen (2003) kulturphilosophisch und wissenssoziologisch fundiert.
Der avisierte kulturtheoretische Ertrag liegt einerseits in der methodischen Anlage des Buches, die über die Einzelstudien kongenial gestützt und weitergeführt wird sowie in der Verdeutlichung von Grundbegriffen, [...] die die weitere Forschung anleiten können - sowohl die Forschung über die im einzelnen besprochenen deutsch-jüdischen Gelehrten als auch die Exilforschung in allgemeiner Hinsicht. Es handelt sich nicht zuletzt auch um ein Projekt der Aufklärung für jegliche Krisenbewältigung.«
Jörn Bohr, H-Soz-u-Kult, 6 (2006)
Emigration, Philosophie, Kulturgeschichte, Literaturwissenschaft
Philosophie, Geschichtswissenschaft, Literaturwissenschaft, Kulturwissenschaften
Weiterempfehlen
|
 |
Weitere Titel zu
|