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Sebastian Linke

Darwins Erben in den Medien

Eine wissenschafts- und mediensoziologische Fallstudie zur Renaissance der Soziobiologie
2007, 262 S., kart., 26,80 €
ISBN 978-3-89942-542-0
Reihe Science Studies
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Die Biowissenschaften haben in den letzten Jahren einen regelrechten - insbesondere medialen - Boom erfahren. Im Zuge dieses Interesses erlebten auch andere biologische Konzepte wie das der Soziobiologie neue Aufmerksamkeit, obwohl ihre wissenschaftliche Diskussion bereits 20 Jahre zuvor stattfand.
Die Studie analysiert erstmalig den Zusammenhang zwischen der internationalen wissenschaftlichen Diskussion und der medialen Darstellung der Soziobiologie in Deutschland. Entgegen dem traditionellen Popularisierungsmodell zeigt dieser Fall, dass Wissenschaft in den Medien keine Abbildung der akademischen Diskussion ist, sondern von kulturellen Rahmenbedingungen geprägt wird.
Sebastian Linke (Dr. rer. nat.) arbeitet als Postdoctoral Fellow in der Initiative »Public Learning and Understanding of Science« der Technischen Universität Chalmers und der Universität Göteborg an der Sektion »Science and Technology Studies«.
»Es ist das unbestreitbare Verdienst dieser Arbeit, am Fall der Soziobiologie durch eine langzeitanalytische Studie im Detail bestätigt zu haben, was in der heute differenzierungstheoretisch orientierten Wissenschaftsforschung bereits als ›truism‹ gilt, nämlich ›dass der wissenschaftlich und medial gebrauchte Begriff nicht deckungsgleich sind, und dass sie eigenen Konjunkturen folgen‹[...].«
Sabine Maasen, Soziologische Revue, 31 (2008)
»Linke steht seinem Untersuchungsgegenstand und den darin enthaltenen Positionen stets wertfrei gegenüber. Auf diese Weise gelingt es ihm, die Motivationen der Kontrahenten in der Debatte um die Soziobiologie ausfindig zu machen, zu kontextualisieren und in übergeordnete Diskursverläufe einzuordnen [...].«
Nico Lüdtke, Internationales Jahrbuch für Philosophische Anthropologie, 2 (2009)
Soziobiologie, Wissenschaftskommunikation, Medien
Wissenschaftsgeschichte und -soziologie, Medien- und Kommunikationswissenschaften
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