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Die gegenwärtige Zersetzung des Bildungsbegriffs wirft die Frage auf, ob ›Bildung‹ noch zeitgemäß ist. Ausgehend von dieser Skepsis wird eine Neufassung des Begriffs vorgeschlagen. Dafür werden dessen zentrale Dimensionen aus der bildungstheoretischen Debatte herausgearbeitet und mit Überlegungen des französischen Denkers Michel Foucault konfrontiert. Die so gewonnene Neufassung von ›Bildung‹ als einem kritischen Grenzexperiment wird einer qualitativ-empirischen Prüfung unterzogen: Mit einem auf den Foucault'schen Begriffen Wissen, Macht und Selbst basierenden Instrumentarium werden Bildungsprozesse in Weblogs untersucht.
Jenny Lüders (Dr. phil.) ist Postdoktorandin im Graduiertenkolleg Bildungsgangforschung an der Universität Hamburg. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Bildungstheorie, Michel Foucault, Qualitative Sozialforschung und Internetforschung.
Pressestimmen
»[D]as Zusammendenken von Dimensionen des Bildungsbegriffs und Foucaults philosophisch gesellschaftlich-historischen Arbeiten erweist sich als durchaus fruchtbar, denn so kann eine neoliberale Umdeutung des Bildungsbegriffs oder des Autonomiebegriffs ... mehr
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