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Wer auf das 20. Jahrhundert zurückschaut, der sieht sich konfrontiert mit einer erstaunlichen Regelmäßigkeit von Unfällen und Katastrophen. Mal mehr, mal weniger häufig, mal lokal begrenzt und dann von globaler Prominenz: Unfälle gelten einerseits als das Paradigma des Unvorhersehbaren und Zerstörerischen. Andererseits lernen Kulturen offensichtlich so regelmäßig aus den Störungen ihres technischen Fortschritts, dass sich die Frage nach einem Zusammenhang von Unfall und Wissensgeschichte geradezu aufdrängt. Ist unsere kulturelle Ordnung paradoxerweise deshalb stabil, weil es Unfälle gibt?
Mit einem Vorwort von Paul Virilio.
Christian Kassung (Dr. phil.) ist Professor für Kulturtechniken und Wissensgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die Wissens- und Kulturgeschichte der Naturwissenschaften sowie die Geschichte und Praxis technischer Medien.
WWW: Kassung
Pressestimmen
»Das Phänomen Katastrophe von der Seite seines kulturschaffenden Potenzials her zu lesen, ist [...] zweifellos ein hoch ambitioniertes Vorhaben. Beim Lesen merkt man den Autoren förmlich ihre Begeisterung für dieses randständige Themenfeld an, so dass ... mehr
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