![]()
|
Wachstum ist seit Anbeginn der philosophischen und wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Welt der unhinterfragte Inbegriff von Natur und Leben. Im Zeitalter der Hochtechnologien und der technischen Optimierung von Lebewesen zu »Biofakten« wird diese Evidenz des Phänomens Wachstum in Frage gestellt. Physikalistische und technische Modelle lassen es u.a. als Bewegung, Aggregation und Selbstorganisation erscheinen. Dies führt dazu, dass Natur und Leben heute nicht mehr als selbstverständlich wahrgenommen werden. Auch betroffen davon ist die Natur »des Menschen«, die in allegorisch-phantasmatischer Art und Weise in der technischen Zivilisation als »Cyborg« verkörpert wird.
Nicole Karafyllis historisiert und reflektiert die Einseitigkeiten dieses Denkens und zeigt, dass das Phänomen Wachstum auch im biotechnischen Zeitalter nach wie vor von wesentlicher Bedeutung ist. Handeln im Labor der Life Sciences bleibt an lebensweltliche, v.a. agrikulturelle Praxen angebunden. Jenseits der Metaphorik und Symbolik von Tier und Maschine ist es die Pflanze in ihrer Potenzialität, die ontologisch die Conditio humana erst um die Möglichkeit des Produktiv-Seins bereichert. Konsequent entwickelt der Text daher eine Anthropologie der Pflanze, die den Menschen als produktives, individuelles Hybridwesen erscheinen lässt.
Nicole C. Karafyllis (PD Dr.) lehrt Philosophie an den Universitäten Stuttgart und Frankfurt am Main. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Technik- und Naturphilosophie, Moderneforschung, Biofakte, Anthropologie, Ethik.
WWW: www.karafyllis.de
Weiterempfehlen
Leserforum
Ihre Meinung zum Buch ist gefragt! Senden Sie uns Ihre Kurzrezension und Sie erhalten eine Gutschrift über 5 € für den transcript-Buchshop!
|
![]() |
Lesetipps
Weitere Titel zu:
|
||||||||||||||||||||||
(nach oben) |
|
: : : : : ![]() |