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Helmut König, Julia Schmidt, Manfred Sicking (Hg.)

Europas Gedächtnis

Das neue Europa zwischen nationalen Erinnerungen und gemeinsamer Identität
2008, 166 S., kart., 18,80 €
ISBN 978-3-89942-723-3
Reihe Europäische Horizonte
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Die Gründungsverträge der Europäischen Gemeinschaft wurden am 25. März 1957 in Rom von Frankreich, der Bundesrepublik Deutschland, Italien, Belgien, den Niederlanden und Luxemburg unterzeichnet. Zwischenzeitlich ist aus dem Europa der sechs ein Zusammenschluss von nunmehr 27 Staaten geworden. Von der Vision der europäischen Einigung geleitet, wonach Krieg in Europa nur durch friedlichen Zusammenschluss der Völker zu verhindern ist, hat sich in einem langen Integrations- und Vertiefungsprozess die Europäische Union entwickelt.
Fünf Jahrzehnte nach der Gründung des institutionell verfassten gemeinsamen Europa muss die Frage diskutiert werden, ob die Gemeinschaft auch eine von den Menschen getragene Identität besitzt. Elementarer Bestandteil jeder Identität ist das Bewusstsein eines gemeinsamen Gedächtnisses. Gibt es dies in Europa überhaupt? Was wird erinnert? Nur das halbe Jahrhundert seit den Römischen Verträgen? Oder existiert ein tiefer reichendes historisches Erinnern der Europäer jenseits des jeweiligen nationalen Gedächtnisses?
Mit Beiträgen von Etienne François, Norbert Frei, Bronislaw Geremek, Anthony Giddens, Helmut König, Adolf Muschg, Karl Schlögel und Hans-Ulrich Wehler.
Helmut König (Dr. phil.) ist Professor für Politische Wissenschaft an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen.
Julia Schmidt (M.A.) ist Geschäftsführerin der Initiative »Europäische Horizonte«.
Manfred Sicking (Dr. phil.) ist Beigeordneter für Wirtschaftsförderung, Soziales und Wohnen der Stadt Aachen und Honorarprofessor am Institut für Politische Wissenschaft der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen.
»Karl Schlögel befasst sich zum Abschluss mit der 'Rückkehr des Ostens in den europäischen Horizont'. Er plädiert dabei für 'einen inspiriert-gelassenen Umgang mit der Geschichte jenseits von Geschichtsvergessenheit und Geschichtsversessenheit, also jenseits von Indifferenz und Obsession.' Der ganze Band dient diesem Anliegen.«
Leonhard Neidhart, NZZ, 06.06.2008
»[Das Buch enthält] 169 Seiten höchst anregende Gedanken darüber, welche Erinnerungen die Europäer verbinden - oder trennen: Hat eine gemeinsame Europäisierung eine Chance?
Kann es europäische Politik ohne die Gemeinsamkeit des Gedächtnisses geben? Und nicht zuletzt: 'Wieviel Gegensätzlichkeit kann Europa aushalten?'
Wer sich dafür interessiert, was Europa wirklich zusammenhält - dem sei geraten: Kaufen und Lesen!«
Deutschlandfunk, 07.07.2008
»[Die Beiträge geben] in summa die wichtigsten Positionen im Diskurs um Europas Gedächtnis wieder.«
Peter Fischer, vorgänge, 3 (2008)
»Die durchweg namhaften Autoren geben einen Eindruck von der Kreativität, mit der man sich die Frage nach Identität und Geschichtsverständnis in Europa stellen muss.«
Armando Garcia Schmidt, IP, 5 (2009)
»[E]ine spannende Lektüre, die zahlreiche Anknüpfungspunkte für eigene Gedanken und weitergehende Forschungen liefert.«
Peter Pichler, Das Historisch-Politische Buch, 56/6 (2008)
Besprochen in:
www.institut-chenu.eu, 8 (2011), Dr. Thomas Eggensperger
Wort und Antwort, 52/4 (2011), Thomas Eggensperger
Europa, Kultur, Geschichte, Römische Verträge, kollektive Identität
Politikwissenschaft, Soziologie, Geschichtswissenschaft
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