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Torben Fischer, Matthias N. Lorenz (Hg.)

Lexikon der »Vergangenheitsbewältigung« in Deutschland

Debatten- und Diskursgeschichte des Nationalsozialismus nach 1945 (2., unveränderte Auflage 2009)
2007, 398 S., kart., 29,80 €
ISBN 978-3-89942-773-8
Reihe Histoire
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In seinem interdisziplinären Zugriff konkurrenzlos, in seiner diskursgeschichtlichen Anlage ein Nachschlagewerk völlig neuen Typs: Das Lexikon der »Vergangenheitsbewältigung« präsentiert in 170 Einträgen erstmals die politischen und künstlerischen, juristischen und gesellschaftlichen, wissenschaftlichen und medialen Auseinandersetzungen mit der NS-Vergangenheit.
Die kritische Aufarbeitung der zentralen Ereignisse und Debatten des bundesrepublikanischen Erinnerungsdiskurses – von »Auschwitzprozess« bis »Zwangsarbeiterentschädigung« – mündet so zugleich in eine aufschlussreiche Kulturgeschichte deutscher Befindlichkeiten nach dem Holocaust.
Mit einem Vorwort von Micha Brumlik.
Torben Fischer ist Geschäftsführer der Fakultät Kulturwissenschaften an der Leuphana Universität Lüneburg.
Matthias N. Lorenz ist Professor für Gegenwartsliteratur an der Universität Bern.
WWW: Lorenz
»Man erhält stets eine prononcierte Zusammenfassung zum Schlagwort, verbunden mit nützlichen Literaturhinweisen, um die Themen eigenständig weiter zu erkunden.«
Geschichte in Wissenschaft und Unterricht, 62/7-8 (2011)
»Wer verstehen will, was die deutsche Auseinandersetzung mit der NS-Geschichte beeinflusst hat (und es weiter tut), bekommt mit diesem Nachschlagewerk ein Werkzeug in die Hand.«
Markus Nesselrodt, Einsicht, 05 (2011)
»Ein herausragendes Merkmal des ›Lexikons der Vergangenheitsbewältigung‹ liegt in der Wissensvermittlung und somit -weitergabe an jüngere Generationen [...]. Mithilfe der vorliegenden Wiedergabe prägender zeitgenössischer Debatten können die Leser/-innen verstehen, wodurch unsere Erinnerungs- und Gedenkkultur in den vergangenen Dekaden geprägt wurde.«
Wolfgang Kraushaar, Einsicht, 5 (2011)
»Die insgesamt 171 Beiträge sind kompakt und präzise, sie informieren zuverlässig und gehen bei Beurteilungen behutsam vor, so dass Herausgebern, Autorinnen und Autoren [...] ein vorzügliches Nachschlagewerk und Lehrbuch zur Vergangenheitsbewältigung gelungen ist, das sich auch als Diskursgeschichte der Bundesrepublik lesen lässt.«
Wolfgang Bergem, Jahrbuch für Politik und Geschichte, 1 (2010)
»Die leicht zu lesenden Texte [sind] gute Einführungen zu zahlreichen zeitgeschichtlichen Kontroversen.«
Stefan Jordan, ZfG, 57/12 (2009)
»[Es ist] den Herausgebern gelungen, die zentralen Diskussionen fokussiert wiederzugeben und in den jeweiligen gesellschaftlichen Kontext einzuordnen, die mediale Debatte und die Bedeutung des Ereignisses oder Kunstwerkes für die Gegenwart aufzuzeigen.«
testcard, 18 (2009)
»[Ein] informative[s] Kompendium, das in keiner Bibliothek fehlen sollte [...].«
Peter Langemeyer, Germanistik, 50/3-4 (2009)
»Eine sehr empfehlenswerte, lehrreiche und mitunter unterhaltsame Lektüre, die in keiner germanistischen und historischen Bibliothek fehlen darf.«
Tomasz G. Pszczólkowski, Studien zur Deutschkunde, 61 (2009)
»Die knappen Texte des Bandes [werfen] kritische Blicke auf die spezifische ›Debatten- und Diskursgeschichte des Nationalsozialismus nach 1945‹ – eine geschichtspolitische Entwicklung, die noch lange nicht zuende ist, aber eines solchen bilanzierenden Überblicks dringend bedurfte.«
Jan Süselbeck, www.literaturkritik.de, 05.05.2009
»[Das Lexikon ist] zu empfehlen, als kritisches Nachschlagewerk oder auch einfach nur zum gelegentlichen Herumblättern.«
Cornelia Siebeck, analyse & kritik, 16.01.2009
»[Der Band] ist zum ausgezeichneten Kompendium geraten, an dem niemand wird künftig vorbeikommen können, der sich der deutschen Auseinandersetzung mit dem von Deutschland im 20. Jahrhundert Verbrochenen stellen möchte.«
Moshe Zuckermann, IASL online, 4 (2009)
»Herausgeber und Autoren haben ein exzellentes Kompendium der Vergangenheitsbewältigung erarbeitet, das man nicht nur als Nachschlagewerk nutzen, sondern auch als eine Art Gesamtdarstellung von vorne bis hinten mit großem Gewinn durchlesen kann.«
Helmut König, H-Soz-u-Kult, 19.10.2008; Clio-online, 19.10.2008
»Das Buch ist [...] nicht nur für alle Historiker wichtig, sondern es gehört in das Arbeitsregal jedes politischen Journalisten in Deutschland und auch in die Geschichtsabteilungen aller öffentlichen Bibliotheken und Schulbibliotheken.«
www.amazon.de, 23.09.2008
»[Das Buch] ist vorzüglich gegliedert und bietet in den einzelnen Artikeln durchaus verwertbare Informationen, wenn es darum geht, was sich ereignet hat, wer daran beteiligt war und welche Literatur es darüber gibt.«
Fritz Keilbar, Sezession, 26 (2008)
»Dieses einzigartige Nachschlagewerk [...] dokumentiert einerseits indirekt den NS-Staat und andererseits die Bundesrepublik als Bezugssystem zum NS-Staat. Lehrreich und hilfreich in allen Situationen eines demokratischen öffentlichen Diskurses in diesem Land!«
DZOK-Mitteilungen, 50 (2008)
»[Das Lexikon gibt] dem Filmhistoriker ein nützliches und zuverlässiges Nachschlagewerk an die Hand, das schnell, kompakt und zuverlässig sowohl über die großen Streitthemen als auch über die vielen kleineren und längst vergessenen Debatten informiert.«
Jeanpaul Goergen, Filmblatt, 38 (2008)
»Die Qualität der einzelnen Beiträge ist durchgängig hoch. In den Beiträgen werden komplexe juristische Zusammenhänge [...] gleichermaßen verständlich wie komprimiert dargelegt.«
Jens Kroh, Zeitschrift für Genozidforschung, 9/1 (2008)
»Zwischen diesen beiden Polen einer Aufarbeitung, die sich der Erinnerung und den Folgen des Nationalsozialismus stellt, und einer Abwehr, die vergessen machen möchte, schwankt die Diskursgeschichte des Nationalsozialismus nach 1945. Sie in einem Lexikon zu erfassen scheint kaum möglich, ist den 62 Autorinnen und Autoren des Bandes [...] aber vorzüglich gelungen. Der Grund liegt in der hohen Qualität der 170 Einträge, vor allem aber in der Systematik des Lexikons.«
Klaus Holz, DIE ZEIT, 21.08.2008
»Die Bundesrepublik blickt auf eine lange Geschichte der Aufarbeitung des Nationalsozialismus zurück. Diese nun etwa 60 Jahre währende ›Vergangenheitspolitik‹ [...], aus der viele unterschiedliche, von politischen Interessen und gesellschaftlichem Wandel bestimmte Diskussionen entstanden, versucht dieses Lexikon in seiner Gesamtheit darzustellen. Dieser Versuch gelingt glänzend.
Informiert wird sachlich, alle Diskurspartner berücksichtigend; aktuelle Literaturangaben; sehr gutes Register. Exzellente Diskursgeschichte des Nationalsozialismus, für Schule, Studium, politische Bildung und alle historisch Interessierten.«
Dankert, ekz-Informationsdienst, 4 (2008)
»Das Lexikon ist eine Fundgrube für historisch interessierte Leser, aber auch ein praktisches und solide gemachtes Werk zum schnellen Nachschlagen.«
Rudolf Walther, SWR2 Buchkritik, 10.04.2008
»Wenn Vorschläge gewünscht wären für ein Sachbuch oder ein Lexikon des Jahres, hier schon mal ein Tipp: das ›Lexikon der ›Vergangenheitsbewältigung‹ in Deutschland‹, das Diskurse und Debatten des Nationalsozialismus nach 1945 nachzeichnet. Zum ersten Mal sind in einem Lexikon die wichtigsten Informationen zu bedeutenden sowie weniger wichtigen Debatten des Erinnerungsdiskurses in einer spannenden Darstellung veröffentlicht worden.«
Joachim Koch, universitas, 4 (2008), Behindertenpädagogik, 3 (2009)
»Dem ›Lexikon der Vergangenheitsbewältigung‹ kommt sicherlich eine Kanon setzende Qualität zu. Es wird sich vermutlich in der Forschung etablieren und damit einen subtilen Einfluss auf die weitere Debatte erzielen.«
Olaf Berg, www.freie-radios.net, 13.04.2008
»Von substantieller Bewältigung der Vergangenheit – Stichwort Schlussstrich – kann noch längst keine Rede sein, doch wer immer sich daran abrackern will, hat [...] an Torben Fischers und Matthias N. Lorenz' ›Lexikon der Vergangenheitsbewältigung‹ ein zuverlässiges und, soweit bei so einem Sujet möglich, locker lesbares Vademecum.«
Hermann Unterstöger, Süddeutsche Zeitung, 11.03.2008
»Ein beeindruckender Überblick zur Debattengeschichte des Dritten Reiches.
Der Schwerpunkt des Lexikons liegt auf Büchern und Filmen, Medienkampagnen und Kontroversen von Wissenschaftlern. Behandelt werden u.a. auch Gerichtsprozesse, Comics und ›Landser‹-Zeitschriften. Trotz des kulturgeschichtlichen Ansatzes werden dankenswerterweise auch juristische Finten erläutert, mit denen Nazis ihre Karrieren nach 1945 unbehelligt fortsetzen und Entschädigungen für Opfer weitgehend vermeiden konnten.«
Martin Ebner, Neue Zürcher Zeitung, 27.01.2008
Besprochen in:
Svenska Dagbladet, www.svd.se, 05.12.2008
Tijdschrift voor Geschiedenis, 122/3 (2009)
Zeitgeschichte, Nationalsozialismus, Lexikon, Diskurs, Vergangenheitsbewältigung
Geschichte, Kulturwissenschaft, Politologie, Medien- und Kommunikationswissenschaft, Literaturwissenschaft, Geschichtsunterricht
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Auszeichnung:  Matthias N. Lorenz hat 2009 den Karl Peter Grotemeyer-Preis für gute Lehre der Universität Bielefeld bekommen.
Aus dem Medienecho
»Vorzüglich gelungen. Der Grund liegt in der hohen Qualität der 170 Einträge, vor allem aber in der Systematik des Lexikons.«
Klaus Holz, DIE ZEIT, 21.08.2008
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