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Michael Schetsche, Martin Engelbrecht (Hg.)
Von Menschen und Außerirdischen
Transterrestrische Begegnungen im Spiegel der Kulturwissenschaft
2008, 286 S., kart., 27,80 €
ISBN 978-3-89942-855-1
Reihe Kultur- und Medientheorie
Schlagworte:Kulturwissenschaft, empirische Kulturforschung, Science Fiction, UFO, SETI Adressaten: Sozialwissenschaften, Kulturwissenschaften, Philosophie, Exobiologie, Theologie
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Mensch trifft Alien – und was dann? Nicht nur in Science Fiction, UFOlogie und SETI-Forschung wird über Verlauf und Folgen eines transterrestrischen Kulturkontakts spekuliert.
Vorstellungen und Bilder des gänzlich Fremden werden in diesem Buch einer umfassenden kulturwissenschaftlichen Betrachtung und Kritik unterzogen: Wie hat sich unser Denken über »die Außerirdischen« gewandelt? Welche Kontaktszenarien werden diskutiert und auf welchen Vorannahmen beruhen sie? Über welche Möglichkeiten und über welche Risiken lohnt es sich ernsthaft nachzudenken? Eine in mehr als einer Hinsicht abenteuerliche Beziehung kommt hier auf den wissenschaftlichen Prüfstand.
Michael Schetsche (Dr. rer. pol.), Politologe und Soziologe, ist Privatdozent am Institut für Soziologie der Universität Freiburg und Leiter der Abteilung Empirische Kultur- und Sozialforschung am IGPP Freiburg. Seine Forschungsschwerpunkte sind Wissens- und Mediensoziologie, Soziologie sozialer Probleme und Anomalien, Futurologie und qualitative Prognostik.
Martin Engelbrecht (Dr. phil.), Soziologe, ist derzeit Habilitand am Institut für Soziologie der Universität Erlangen zu Sinnkonstruktionen zwischen Religionspluralismus und modernen Diskursen. Seine Forschungsschwerpunkte sind Wissenssoziologie, Religionssoziologie, Erkenntnistheorie, qualitative Sozialforschung sowie Alltagskultur als philosophischer Diskurs.
Pressestimmen
»Michael Schetsche [...] und Martin Engelbrecht [...] haben mit dieser Anthologie ein Werk vorgelegt, welches in dieser Form schon lange auf der Wunschliste so manchen thematisch Interessierten gestanden haben mag.«
Thomas Sebesta, www.scifinet.org, ... mehr 11 (2008)
»Gut wissenssoziologisch wird [...] die Frage ausgeklammert, wie es mit der Existenz von Ufos und ihren Besatzungen eigentlich steht, obwohl sich bei näherer Betrachtung naturgemäß Verdachtsmomente häufen. Wissenschaftsprosa wird zu diesem Zweck zwar gnadenlos durchgehalten, dafür jedoch erfährt man in den materialreichen Beiträgen manches interessante Detail.«
FAZ, 24.12.2008
»Sollte der Mensch jemals Kontakt zu Außerirdischen erhalten, würde dies sämtliche Lebensbereiche fundamental berühren. Bis dahin – so dieser Fall jemals eintritt – bleibt es der Phantasie überlassen, ›transterrestrische Begegnungen‹ auszumalen. Die vorliegenden Texte rund ums Außerirdische hinterlassen bei den Leserinnen und Lesern den Eindruck, daß eine Welt ohne diese Idee um einiges ärmer wäre.«
www.schattenblick.de, 05.01.2009
»In der gesellschaftsimmanenten Betrachtung des Themas ›Außerirdische‹ liegt meiner Meinung nach die Stärke des Bandes.«
Monika Weiß, MEDIENwissenschaft, 2 (2009)
»All in all, the book is an impressive achievement. Its conceptual coherence is convincing, and its contributions represent both solid research work and innovative thinking.«
Ulrike Landfester, Space Policy, 25 (2009)
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Leserforum
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»In dem von Martin Engelbrecht und Michael Schetsche herausgegebenen Buch ›Von Menschen und Außerirdischen‹ wird das Denken, Erzählen und Forschen über außerirdisches Leben differenziert und unter einem kulturwissenschaftlichen Fokus betrachtet. Der ... mehr Band zeigt in seinen vielzähligen und anregenden Beiträgen auf, dass die Rede über die ›Außerirdischen‹, die dem Mensch in diesem Band vorgestellt: Von der Science-Ficiton-Literatur und ihrer mediale Umsetzung bis hin zu dem wissenschaftlichen Umgang mit außerirdischem Leben (SETI-Forschung) erstrecken sich die Beiträge des Bandes. Insofern keine vergleichbare kulturwissenschaftliche Auseinandersetzung mit den hier dargelegten Themen existiert, ist der Band von Martin Engelbrecht und Michael Schetsche Pionier und Wegbereiter eines kultur- und medientheoretischen Umgangs mit dem ›Außerirdischen‹.«
Julia Pirschl, Freiburg
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Lesetipps
Weitere Titel zu:
Interview
... mit Dr. rer. pol. Michael Schetsche und Dr. phil. Martin Engelbrecht
1. »Bücher die die Welt nicht braucht«. Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Erstens, weil die Außerirdischen selbst aus unserer deutschen (Medien-)Kultur mittlerweile nicht mehr wegzudenken sind. Zweitens, weil das Nachdenken über das gänzlich Fremde das Ungewöhnliche im Gewohnten aufdeckt. Und drittens, weil man ja nie weiß, was in näherer Zukunft so alles passieren kann ...
2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch? ... mehr Die kulturwissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema »Außerirdische« zeigt, dass es sich dabei nicht nur um eine technisch-naturwissenschaftliche Herausforderung oder ein Problem kultureller Randgruppen handelt, sondern dass die potenzielle Existenz intelligenter Kulturen jenseits der Erde grundlegende Fragen unseres Selbst- und Wirklichkeitsverständnisses provoziert.
3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Das Buch regt, so hoffen wir wenigstens, dazu an, ganz neu über eine Reihe problematischer Selbstverständlichkeiten nachzudenken: das Verhältnis zwischen fiktionalen und realitätsbezogenen Wissensbeständen, die Bestimmung von Fremdheit und Vertrautheit im Bereich der anthropologischen Wissenschaften oder über die Rolle der Erde und der Menschheit im All.
4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit dem Vertreter einer außerirdischen Zivilisation natürlich. Aber leider würden wir uns überhaupt nicht verstehen. Warum dies so wäre, verrät das Buch.
5. Ihr Buch in einem Satz:
Eine neue Sicht auf eine in mehr als nur einer Hinsicht abenteuerliche Beziehung.
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