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Peter Faulstich

Vermittler wissenschaftlichen Wissens

Biographien von Pionieren öffentlicher Wissenschaft
2008, 196 S., kart., 19,80 €
ISBN 978-3-89942-878-0
Reihe Theorie Bilden
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Seit Entstehung der modernen Wissenschaft stellt sich die Frage nach der Vermittlung wissenschaftlichen Wissens an diejenigen, die nicht unmittelbar an der Wissenschaftsproduktion beteiligt sind.
An den Beispielen einzelner Akteure des Wissenschaftsbetriebs, die diese Enge durchbrochen haben, lässt sich zeigen, mit welchen Schwierigkeiten und Widerständen des akademischen Betriebs zu rechnen ist. Vorgestellt werden die Positionen sowie Biographien von Anna Maria Sibylla Merian, Christian Thomasius, Dorothea Christiane Erxleben, Immanuel Kant, Johann Gottlieb Fichte, Alexander von Humboldt, Emil Adolf Roßmäßler, Ludo Moritz Hartmann und Otto Neurath – viele von ihnen Wissenschaftler, die nicht in die Routinen institutionalisierter Wissenschaftsproduktion eingebunden waren.
Peter Faulstich (Prof. Dr.) ist Inhaber des Lehrstuhls für Erwachsenenbildung an der Universität Hamburg. Seine Forschungsschwerpunkte sind Lernen Erwachsener, wissenschaftliche Weiterbildung, Bildungspolitik sowie die Zukunft »lebenslangen Lernens«.
WWW: www.erzwiss.uni-hamburg.de/personal/Faulstich/faulstich.htm
»Eine aufklärende Lektüre, die zur Reflexion über das Verhältnis von Wissenschaft und Gesellschaft anregt.«
Jörg Schlömerkemper, PÄDAGOGIK, 11 (2008)
»Wer einen ersten ebenso lesbaren wie lesenswerten Zugang zu wegweisenden Pionierleistungen öffentlicher Wissenschaftsvermittlung sucht [...], findet in diesem Buch Peter Faulstichs eine anregende Lektüre.«
Norbert Vogel, Erziehungswissenschaftliche Revue, 8/4 (2009)
Besprochen in:
Zentralblatt für Geologie und Paläontologie, 5/6 (2009), G. Wahlefeld
Öffentliche Wissenschaft, wissenschaftliche Weiterbildung, Wissenschaftstransfer, Biographie
Wissenschaftsforschung, Erziehungswissenschaft, Betriebswirtschaftslehre, Soziologie
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Interview
... mit Peter Faulstich
1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Einen solchen Rückblick mit Perspektiven auf die Zukunft gibt es bisher nicht. Er kann die Akteure im Bereich Wissenschaftstransfer und Weiterbildung ... mehranregen zu eigenen Initiativen und gleichzeitig vor Schwierigkeiten warnen.
2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Es zeigt, welche Wege gegangen worden sind und weiterbeschritten werden können, um ›öffentliche Wissenschaft‹ voranzubringen. Bemerkenswert ist, dass gerade die profiliertesten Vertreter der Wissenschaft dies zu ihrer Aufgabe machten. Dies kann heute als Vorbild dienen.
3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Das Problem öffentliche Wissenschaft wird von fast allen Wissenschaftsfördereinrichtungen und in fast allen Disziplinen verstärkt diskutiert. Besonders die wachsende Bedeutung von Wissenschaft verweist auf die Notwendigkeit, Teilhabemöglichkeiten zu erweitern und Verständnis zu wecken für die offenen Fragen der Wissenschaftsentwicklung. Unter den Kürzeln PUSH (Public Understanding of Science and Humanities) und PUR (Public Understanding of Research) wird diese Debatte weltweit geführt.
4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit Vertretern des BMBF, der HRK und mit einigen Wissenschaftlern (Hengsbach, Negt, Weingart).
5. Ihr Buch in einem Satz:
Öffentlichkeit ist ein Problem seit dem Entstehen neuzeitlicher Wissenschaft, das sich gegenwärtig verschärft und für das Strategien entwickelt werden.
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