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Rücksichtslos drängen die digitalen Technologien heute allem und jedem ihre Logik auf. Sie lassen sich immer weniger auf die Bildschirme beschränken. So fordern sie gerade die Architektur als jene universale kulturelle Praxis heraus, durch welche die kulturelle Logik einer Zeit ihre Übersetzung in den Lebensalltag erfährt. In der Renaissance war es der Neoplatonismus, im Barock die Gegenreformation und in der Moderne die Maschinenrationalität, heute dagegen ist es die Logik der digitalen Technologien, die nach Aufnahme in den Gehalt der Architektur verlangt. Wo es keine Alternative dazu gibt, bedarf es der kritischen Reflexion der Grundlagen der Architektur heute.
Jörg H. Gleiter (Dr.-Ing. habil.) ist Privatdozent für Philosophie der Architektur an der Bauhaus-Universität Weimar. Er lehrt Ästhetik an der Freien Universität Bozen. Seine Forschungsschwerpunkte sind Architektur und Ästhetik des 19. und 20. Jahrhunderts.
Pressestimmen
»Den Reiz des schmalen Buchs macht der mitreißende intellektuelle Schwung von Gleiters dichter Darstellung aus: Das gilt für seine [...] Einführung in die jüngere Architektur und ihre Ideengeschichte, von der frühen Moderne über die Postmoderne bis hin ... mehr
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Interview
... mit Dr.-Ing. habil. Jörg Gleiter
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