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Werner Rügemer
arm und reich
2002, 52 S., kart., 7,60 €
ISBN 978-3-933127-92-1
Reihe Bibliothek dialektischer Grundbegriffe
Schlagworte:Dialektik Adressaten: Oberstufenschüler, Studierende und Lehrende der Philosophie, alle an Philosophie Interessierten
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Das in dieser Studie praktizierte Vorgehen unterscheidet sich vom vorherrschenden philosophischen Diskurs. Dort wird so manches Allgemeine und Grundsätzliche zum Thema gesagt, doch die empirische Analyse über Umfang, Entstehung und Wirkungen von Armut und Reichtum sowie über ihren Zusammenhang wird vernachlässigt. In dieser Studie wird darum zunächst »die Sache selbst« erörtert, bevor die philosophische Vertiefung beginnt. So wird deutlich, dass Arm und Reich ein dialektisches Verhältnis eingehen, das vom Reichtum her übergriffen und daher bestimmt wird und das wesentlich Ausdruck des Verhältnisses von Lohnarbeit und Kapital ist.
Werner Rügemer (Dr. phil.), Philosoph und Publizist, ist Lehrbeauftragter an der Universität Köln und Vorsitzender von Business Crime Control. 2002 erhielt er den Journalistenpreis des Bundes der Steuerzahler NRW.
Pressestimmen
»Somit sind Armut und Reichtum keine für sich bestehenden Kategorien, sondern 'Fernwirkungen des dialektischen Verhältnisses von Lohnarbeit und Kapital (31)'. Dies überzeugend nachgewiesen zu haben, ist das Verdienst der exzellenten Abhandlung, der man, ... mehr wie der ganzen Einführungsreihe, nur eine möglichst weite Verbreitung wünschen kann.«
Reinhard Jellen, Widerspruch, 41 (2004)
»[D]er fleißige Kölner Korruptionsforscher und Publizist Werner Rügemer hat sich die Mühe gemacht, extra für Sie in einem kleinen, feinen Bändchen die Fragen von Armut und Reichtum aufzuklären. Dabei nimmt er sich zunächst den gebührenden Raum, um die vorhandenen Erkenntnisse zur Armuts- und Reichtumsforschung in Deutschland und der Welt vorzustellen. Doch lässt er es - im Unterschied zu vielen Armuts- und Sozialforscher(inne)n - nicht dabei, sondern untersucht die historische Entstehung und Entwicklung sowie die Kausalzusammenhänge von Armut und Reichtum. Hierdurch treten beeindruckende, für sozialistische Leser(innen) dieser Zeitschrift vielleicht nicht sonderlich überraschende, aber dennoch er- bzw. auffrischende Erkenntnisse zu Tage.
Einen Schritt in die richtige Richtung geht daher, wer sich Rügemers außerordentlich lehrreiches und kompaktes Studienbüchlein beschafft, um in Zeiten (nicht nur sozialdemokratischer) neoliberaler Höllenfahrten zu überwintern und nicht zu verdummen.«
Michael Klundt, SPW, 4 (2003)
»Was Rügemer in diesem empirischen Teil auf knappstem Raum bietet, ist aufschlußreicher als vieles, was heute in umfangreichen Bänden zu diesem Themenkomplex geschrieben wird. Aber auch der philosophische Teil des nicht einmal 50 Seiten umfassenden Bändchens ist äußerst lesenswert, weil hilfreich für das Verständnis der dialektischen Einheit des Widerspruchs zwischen Armut und Reichtum.«
Hans See, Business Crime Magazin, 1 (2003)
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