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Gesche Joost

Bild-Sprache

Die audio-visuelle Rhetorik des Films
2008, 264 S., kart., zahlr. Abb., 25,80 €
ISBN 978-3-89942-923-7
Reihe Film
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Rhetorik, Design und Film werden in diesem Buch zusammengeführt, so dass eine Landkarte der visuellen Topik, der rhetorischen Stilmittel und der Affekterregung im Film entsteht. Mit dieser Kartographie der audio-visuellen Rhetorik erschließt das Buch Neuland für die interdisziplinäre Medientheorie und gibt Orientierung für Theoretiker ebenso wie Filmschaffende. Erstmals wird eine designspezifische Filmanalyse vorgestellt: ein visuelles Notationsverfahren, das rhetorische Strukturen des Films darstellbar macht - synchron zum laufenden Film. Diese transdisziplinäre Theorie eröffnet so neue Perspektiven auf das Medium Film.
Gesche Joost (Prof. Dr.) ist Professorin für Designforschung an der Universität der Künste Berlin und leitet seit 2005 das Design Research Lab. Mit ihrem Team forscht sie zu den Schwerpunkten Gender und Diversity, soziale Nachhaltigkeit im Design, Interaction Design, Community Infrastructuring sowie zu Grundlagen der Designtheorie und -forschung. Sie ist Jurymitglied der Studienstiftung des Deutschen Volkes, Gutachterin für internationale Konferenzen wie SDN und CHI und Gutachterin des BMBF. Seit 2008 ist sie Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Designtheorie und -forschung (DGTF).
WWW: www.geschejoost.org
WWW: www.deutsche-telekom-laboratories.de
»Die Methode [wird] verständlich und einleuchtend erklärt, was das Buch für Filmschaffende, die sich mit Filmtheorie auseinandersetzen wollen, sehr lesenswert macht. Auch für Gestalter ist das Buch interessant, weil es die Rhetorik nicht als Kunst der Rede auffasst, sondern als Wissenschaft aller kommunikativen Prozesse. Damit wird die Bedeutung dieses Buchs auch für den Kommunikationsdesigner deutlich, denn vieles von dem, was Gesche Joost über den Film schreibt, lässt sich auch auf das Kommunikationsdesign übertragen.«
Romiina Maidel, www.designrhetorik.de, 1 (2013)
»[Das Buch perspektiviert] den Zusammenhang von Rhetorik und Film im Hinblick auf die verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten einzelner rhetorischer Figuren in diesem Medium durchaus anschaulich und lässt sich als Ausgangspunkt weiterer Bemühungen zum Thema Rhetorik des Films gut verwenden.«
Christoph Ernst, MEDIENwissenschaft, 2 (2009)
Film, Sergej Eisenstein, Rhetorik, Notationssystem, Topik
Filmwissenschaft, Medientheorie, Bildwissenschaft, Design, Filmpraxis, Rhetorik, Literaturwissenschaft
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Interview
... mit Gesche Joost
1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Wollten Sie nicht schon immer mal den Bauplan eines Filmklassikers sehen, eine Art Notensystem des Films, durch das Sie hinter die Kulissen blicken können? ... mehrIch stelle in meinem Buch einen neuartigen Ansatz zur Filmanalyse vor, der ganz konkret die Arbeit von Filmpraktikern und -theoretikern beeinflussen kann.
2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Ich eröffne eine neue Perspektive auf das Medium Film, indem ich Design, Rhetorik und Filmwissenschaften interdisziplinär zusammenbringe und ihre Herangehensweisen verbinde. Dadurch öffnet sich ein Blick auf die Muster des Films, auf seine Konstruktionsweise und seine emotionale Wirkung.
3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Interdisziplinäre Ansätze in den Medienwissenschaften haben m.E. ein hohes Potential, neue Erkenntnisweisen zu eröffnen. Wenn man, wie in meinem Fall, Film visuell analysiert und dabei auf die über 2000-jährige Wissensbasis der Rhetorik zurückgreift, entsteht ein anderer Blick auf Film – seine rhetorische Konstruktion und kalkulierte Wirkung auf das Publikum.
4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Einerseits mit den alten Rhetorikern von Aristoteles bis Quintilian zur Frage, ob die medienspezifische Adaption der Rhetorik als Fortführung ihrer antiken Konzepte gesehen werden kann. Andererseits würde ich gern mit Filmtheoretikern wie -praktikern diskutieren, um ihre Erfahrung im Umgang mit meiner rhetorischen Filmtheorie und ihrem Werkzeug, dem Notationssystem, kennenzulernen.
5. Ihr Buch in einem Satz:
Mein Buch untersucht die rhetorische Machart des Films und ihre visuelle Kodierung und entdeckt dabei Sergej Eisenstein neu – als Rhetoriker!
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