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Obgleich mit einem englischen Begriff als spatial turn benannt, wird die transdisziplinäre Raumdebatte vor allem in den deutschsprachigen Kulturwissenschaften seit Ende der 1990er Jahre intensiv geführt. Ziel des vierten Heftes der Zeitschrift für Kulturwissenschaften ist es, die derzeit gängigen Explorationen der Raumthematik zu hinterfragen. Der Titel verwendet bewusst den Plural: Statt um normative, universalistische Postulate zu Bedeutung und Relevanz »des Raumes« als abstrakter Kategorie geht es um Analysen konkreter Räume und Raumerfahrungen. Zimmer, Frontlinien, Strände und geographische Regionen rücken dabei ebenso in den Fokus wie Vermessungstechniken und Darstellungen von Unendlichkeit. Im Debattenteil des Heftes wird die Frage nach dem Sonderweg der deutschen Medienwissenschaften diskutiert.
Michael C. Frank (Dr. phil.) lehrt Anglistik an der Universität Konstanz.
Bettina Gockel (Prof. Dr.) lehrt Kunstgeschichte an der Universität Zürich. Thomas Hauschild (Prof. Dr.) lehrt Ethnologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Dorothee Kimmich (Prof. Dr.) lehrt Germanistik an der Universität Tübingen. Kirsten Mahlke (Dr. phil.) lehrt Romanistik an der Universität Konstanz.
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