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Die Geschichte männlicher Gefühle in der Moderne wurde bisher meist ausgeblendet oder negativ erzählt: als Unterdrückung, Disziplinierung oder verhängnisvolle Entfesselung maskuliner Affekte. Die geschichts-, sozial- und kulturwissenschaftlichen Beiträge des Bandes revidieren dieses einseitige Bild.
Sie rekonstruieren Gefühle als einen stets präsenten Bestandteil von Männlichkeit, der sich in verschiedenen Sphären moderner Gesellschaften artikulieren und zudem historisch wandeln konnte. Vornehmlich am Beispiel der deutschen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts wird die Beziehung von Männlichkeit und Emotion in mehreren Praxisfeldern (Ehe und Familie, Politik und Krieg, Freundschaft und Sexualität, Kulturrevolution und New Age) analysiert und verglichen.
Manuel Borutta (Dr.) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität zu Köln. Als Stipendiat der Alexander von Humboldt-Stiftung erforscht er derzeit mediterrane Verflechtungen Südeuropas und Nordafrikas zwischen Kolonisierung und Dekolonisierung.
Nina Verheyen (Dr.) arbeitet am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin und forscht zur Geschichte westdeutscher Diskussionslust in der Nachkriegszeit und väterlicher Gefühle im langen 19. Jahrhundert.
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