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Thomas Cohnen

Fotografischer Kosmos

Der Beitrag eines Mediums zur visuellen Ordnung der Welt
2008, 212 S., kart., 24,80 €
ISBN 978-3-89942-991-6
Reihe Edition Moderne Postmoderne
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Unter Rückgriff auf zahlreiche, insbesondere symboltheoretische Ansätze unternimmt diese Studie den interessanten Versuch, eine medienphilosophische Erschließung des Mediums »Fotografie« konzeptuell voranzubringen. Dabei nimmt sie das Medium der Fotografie als Weise des Weltzugangs bzw. der Welterschließung philosophisch ernst und öffnet zugleich die philosophische Analyse für medientheoretische Perspektiven.
Daneben wird in überzeugender Weise herausgearbeitet, dass der philosophische Diskurs über das Symbol einen zentralen Beitrag zu einer solchen disziplinär entgrenzten Analyse des Mediums Fotografie darstellen kann und muss.
Thomas Cohnen (Dr. phil.) studierte Germanistik, Chemie, Philosophie und Pädagogik und arbeitet zurzeit als Referent für Deutsch am Institut für schulische Fortbildung und schulpsychologische Beratung des Landes Rheinland-Pfalz.
»Die vorgelegte Untersuchung, in der dreizehn fotografische Abbildungen auch eine visuelle Absicherung seiner Überlegungen ermöglichen, stellt einen argumentativ abgesicherten Beitrag zur Deutung eines Mediums dar, dessen Theorie noch viele Fragen aufwerfen wird. Umso höher ist der Wert der vorliegenden Publikation anzusiedeln, weil sie auf schwierigem axiologischen Terrain überzeugende perspektivische Einstellungen entwickelt.«
Wolfgang Schlott, MEDIENwissenschaft, 2 (2010)
Fotografie, Medien, Symbol, Kultur
Philosophie, Medienphilosophie, Kulturwissenschaft
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Interview
... mit Dr. phil. Thomas Cohnen
1. »Bücher, die die Welt nicht braucht«. Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Dass Fotografien durchaus manipuliert und zur Manipulation eingesetzt werden können, wurde schon häufiger dargelegt; das Vertrauen in die ... mehrprinzipielle Wirklichkeitstreue des Mediums blieb dabei freilich stets ungebrochen.
Dieses Buch geht einen Schritt weiter, indem es die Möglichkeit der Fotografie, Wirklichkeit bloß abzubilden, generell in Frage stellt.
2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Das Buch entlarvt unseren immer noch ungebrochenen Glauben an die Authentizität von Fotografien als späten Ausfluss einer eigentlich mythischen Weltsicht.
3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Was das Buch – so weit ich sehe – in dieser Form erstmals leistet, ist, verschiedene zeichen- und symboltheoretische Ansätze zu einem einheitlichen Beschreibungs- und Erklärungsansatz zusammenzuführen.
4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit dem spiritus rector dieser Studie: Ernst Cassirer.
5. Ihr Buch in einem Satz:
Dieses Buch erklärt, wie das Medium Fotografie die Wahrnehmung von Ordnung in der Erfahrungswirklichkeit ermöglicht.
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