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Anton Bierl, Gerald Siegmund, Christoph Meneghetti, Clemens Schuster (Hg.)

Theater des Fragments

Performative Strategien im Theater zwischen Antike und Postmoderne
2009, 310 S., kart., 29,80 €
ISBN 978-3-89942-999-2
Reihe MedienAnalysen
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Jede Form der Kunst hat es notwendigerweise mit dem Fragmentarischen zu tun, insofern sie kulturelle Normen und Diskurse zerteilt und unterbricht. Die in diesem Sinne performativen Künste eröffnen Zwischenräume, in denen Verschiebungen des Gehörten, Gesehenen und Gefühlten möglich werden. Dies gilt für postdramatische Theaterformen in ihrem Verhältnis zum hegemonialen Diskurs ebenso wie für die prädramatischen Formen der antiken Tragödie. Der Band unternimmt den Versuch, beide Theaterformen in ihrem fragmentierenden Gestus zusammenzudenken, um sie als Inter-Medium zu begreifen, welches Fremderfahrung in der Selbsterfahrung möglich macht.
Anton Bierl (Prof. Dr.) ist Ordinarius für Griechische Philologie an der Universität Basel.
Gerald Siegmund (Prof. Dr.) ist Professor für Choreographie und Performance am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen.
Christoph Meneghetti und Clemens Maria Schuster sind Doktoranden des Pro*Doc-Graduiertenprogramms »Intermediale Ästhetik. Spiel – Ritual – Performanz« der Universitäten Basel und Bern.
WWW: www.intermediale.unibas.ch
»Auch wenn der Titel »Theater des Fragments« nach einer programmatischen Setzung klingen mag, wie das vielzitierte ›postdramatische Theater‹ (Lehmann) oder das jüngst proklamierte ›postspektakuläre Theater‹ (Andr Eiermann), geht es in dem Band insgesamt nicht darum, einen neuerlichen Paradigmenwechsel zu behaupten, sondern vielmehr einen Schlüssel zum Verständnis bestimmter Theaterformen bereitzustellen, einen, mit dem sich ein Bogen von der Prä- zur Postdramatik
spannen lässt. Und dies ist dem Band mit seinen 15 Beiträgen – ohne große Überspanntheit – auch wunderbar gelungen.«
Anna Teuwen/Stefan Bläske, www.nachtkritik.de, 31.08.2010
Besprochen in:
GERMANISTIK, 52/1-2 (2011)
Theater, Tragödie, Medien, Subjekt, Fragment, Diskurs
Theaterwissenschaft, Klassische Philologie, Medienwissenschaft, Literaturwissenschaft
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