Evidenz und Täuschung

Stellenwert, Wirkung und Kritik von Bildern

Wir sind von Bildern stets umgeben und machen mannigfachen Gebrauch von ihnen. Sie sind in Alltag und Wissenschaft nicht nur selbstverständlich, sondern haben einen hohen Stellenwert: Wer Bilder zeigen kann, meint Gewissheit zu haben. Aber kann man Bildern glauben? Ein tiefes Misstrauen gegenüber Bildern durchzieht die abendländische Kultur- und Geistesgeschichte: Sind es nicht Trugbilder, die mit der Wirklichkeit vertauscht werden?

Stellenwert, Wirkung und Kritik von Bildern stehen im Mittelpunkt dieses Bandes. Die Beiträge aus unterschiedlichsten wissenschaftlichen Disziplinen stellen die Vielfalt und Brisanz des Themas eindrücklich unter Beweis.

19,80 € *

2008-11-27, 172 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1003-1

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Michael Hofer

Michael Hofer, Katholisch-Theologische Privatuniversität Linz, Österreich

Monika Leisch-Kiesl

Monika Leisch-Kiesl, Katholische Universität Linz, Österreich

... mit Michael Hofer

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

»... es nimmt kein Ende mit dem vielen Bücherschreiben, und viel Studieren ermüdet den Leib« (Kohelet 12,12) - aber: es kann auch, wie ›Evidenz und Täuschung‹, den Geist und die Augen eines vom Studieren ermüdeten Leibes beflügeln und öffnen, indem es auf ernsthafte, redliche, lesbare und anregende Weise in ein altes und zugleich doch immer neues Problem einführt und überraschende Einsichten und Antworten bereithält.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die Beiträge des Bandes zeigen, aus welch' unterschiedlichen Disziplinen man sich dem Thema ›Bild‹ zuwenden kann – und damit: dem, was das Bild leistet; dem, was man von ihm erwartet; dem, worin man von ihm getäuscht wird; dem, welche Rolle ihm in unserer heutigen visuellen Kultur zukommt; dem, wofür es gehalten wurde und wird. Dadurch gewinnt man ein facettenreiches ›Bild der Bilder‹, dessen Bedeutungen und Dimensionen zu lesen und zu entschlüsseln – in Wissenschaft wie Alltagswelt – der Band anleitet.

Er weckt Aufmerksamkeit: Dafür, wie Bilder heute in Wissenschaft (Beweis) und Alltagskultur (Authentizität) verwendet werden (Fröhlich, Bruns); dafür, wie in einer Welt von Bildern - in dem Fall ›Götzenbildern‹ – sich ein monotheistischer Widerspruch artikulierte (Hubmann); dafür, was es war, das die Ikonoklasten zerstörten und zerstören wollten – und welche differenzierten Zusammenhänge auch und gerade den ikonoklastischen Gestus wieder an das Bild rückbinden (Leisch-Kiesl); dafür, dass das Kunstwerk seine Bildhaftigkeit – in einem weiteren Sinne: sein ›Darstellen‹ - transzendiert, immer aber dieser seiner Bedingung unterworfen bleibt (Revers); dafür, dass auch Rechtsvorstellungen (abseits seiner versinnbildlichenden Symbole) von einem Bilder-Glauben durchzogen waren – und vielleicht heute wieder in verstärktem Maße sind (Velten); dafür, dass Platons Verdikt über eine mimetisch aufgefasste Kunst sich im Selbstverständnis des ›modernen‹ Künstlers – dessen Genese weit zurückreicht - spiegelt (Hofer); dafür schließlich, dass Bildern, auch ›Gedankenbildern‹, Verweischarakter zukommt, der eine doppelte zeitliche Tiefendimension hat – und Bilder so einen (utopischen) Raum der Möglichkeit, damit des Handelns eröffnen können (Macho).

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Es ist die Zusammenschau, die ›Evidenz und Täuschung‹ für die aktuellen Bilddebatten interessant macht. Dabei stellen die einzelnen Disziplinen mitunter unerwartete Fragen, sodass auch bekannte Theoreme, wie etwa das Trugbild-Argument Platos, neue Sichtweisen eröffnet.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Helene Brunn, Wolfgang Deutsch, Sandra Kratochwill, Anna Prohasla, Peter Vondrak, Alois Wührleitner.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Ich denke, dass man es kaum prägnanter als durch Titel und Untertitel des Buches ausdrücken kann!

Besprochen in:

Theologisch-Praktische Quartalsschrift, 3 (2010), Winfried Schwab
Autor_in(nen)
Michael Hofer / Monika Leisch-Kiesl (Hg.)
Buchtitel
Evidenz und Täuschung Stellenwert, Wirkung und Kritik von Bildern
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
172
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-1003-1
DOI
Warengruppe
1581
BIC-Code
ABA JFD
BISAC-Code
ART009000 SOC052000
THEMA-Code
ABA JBCT
Erscheinungsdatum
2008-11-27
Auflage
1
Themen
Bild, Ästhetik
Adressaten
Kunstwissenschaft, Medien- und Kulturwissenschaft, Philosophie
Schlagworte
Bild, Wirklichkeit, Bilderverbot, Trugbild, Fälschung, Ästhetik, Bildwissenschaft, Kunstwissenschaft

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