Leitmedien

Konzepte – Relevanz – Geschichte, Band 2

Der Begriff des »Leitmediums« steht aktuell zur Disposition. Gibt es noch Leitmedien? Erregte früher meist der angenommene Einfluss von Leitmedien Besorgnis, scheint nun vielfach der behauptete Verlust ihres Gemeinschaft bzw. Identitäten stiftenden Potenzials Bedenken auszulösen. Als »Leitmedien« werden dabei in Forschung und Öffentlichkeit höchst unterschiedliche Gegenstände bezeichnet und normativ besetzt.

Die zwei Bände ordnen Standpunkte zum Konzept »Leitmedium« aus Kommunikations- und Medienwissenschaft und gehen der Frage nach, inwieweit es noch Leitmedien gibt.

Historische Entwicklungen früherer Leitmedien können die jetzige Situation verstehen helfen, ebenso wie umgekehrt die Beobachtung der aktuellen Situation historische Phänomene neu perspektivieren kann.

Inhalt

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 6
  3. Inhaltsübersicht Band I

    Seiten 7 - 8
  4. Vorbemerkung zum zweiten Band

    Seiten 9 - 10
  5. Leitmedien und andere Kandidaten für kommunikationswissenschaftliche Prämierungsanalyse

    Seiten 11 - 30
  6. Form als Leitmedium oder Die Ordnung nach dem Verschwinden der Mediendispositive

    Seiten 31 - 52
  7. Die Macht des Fernsehens - Leit- und/oder Dominanzmedium?

    Seiten 53 - 68
  8. Von ,evolutionary universals' zu ,Leitmedien' - Theoriehintergründe und Begriffsklärung

    Seiten 69 - 84
  9. "why the medium is socially the message" - Marshall McLuhan und die Theologie des Mediums

    Seiten 85 - 94
  10. Leitmedien in der mediologischen Analyse

    Seiten 95 - 108
  11. Mediale und kulturelle Leitfunktionen. Zwischen Substanz, Form und Struktur der Kommunikation

    Seiten 109 - 124
  12. Vom Nutzen und Nachteil der Leitmedien für die Medienhistoriographie. Am Beispiel der Fotografie

    Seiten 125 - 146
  13. Die Leitmedien der Geschichtsschreibung

    Seiten 147 - 160
  14. Informationsraum in der Wissenschaftskommunikation

    Seiten 161 - 176
  15. Leitmedium Plastik? Zur Konstruktion und Funktion eines Paradigmas im ästhetischen Diskurs um 1800

    Seiten 177 - 200
  16. Die Störung am Apparat. Vom Telephon zum Handy

    Seiten 201 - 216
  17. Invasion der Einzelhändler. Leitmedien und wie sie zerfallen

    Seiten 217 - 230
  18. Benutzerführung und Technik-Enkulturation. Leitmediale Funktionen von Computerspielen

    Seiten 231 - 256
  19. Social software - ein neues Leitmedium?

    Seiten 257 - 270
  20. Warum Mode (k)ein modernes Leitmedium ist ?

    Seiten 271 - 288
  21. Autorinnen und Autoren

    Seiten 289 - 290
  22. Backmatter

    Seiten 291 - 294
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28,80 € *

2009-11-27, 294 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1029-1

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Daniel Müller

Daniel Müller, TU Dortmund und Universität Siegen, Deutschland

Annemone Ligensa

Annemone Ligensa, Universität Siegen, Deutschland

Peter Gendolla

Peter Gendolla, Universität Siegen, Deutschland

... mit Daniel Müller

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Der Begriff ›Leitmedien‹ ist seit einigen Jahren – mit nur leichter Übertreibung – überall und nirgends: überall wird er verwendet, nirgends wissenschaftlich erklärt. Der Begriff trifft angesichts des radikalen Umbruchs unseres Mediensystems einen Nerv, gleichzeitig aber wird er meist unreflektiert benutzt. Ausgehend von den wenigen Ausnahmen eröffnen die »Leitmedien«-Bände die wissenschaftliche Debatte über Begriff und Phänomen der ›Leitmedien‹.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

In den beiden »Leitmedien«-Bänden wird eine große Zahl von wissenschaftlichen Positionen zu den ›Leitmedien‹ versammelt und zwar sowohl aus sozial-, d. h. kommunikationswissenschaftlicher, auf den Journalismus ausgerichteter Perspektive (z.B. Jürgen Wilke) als auch aus dezidiert medienkulturwissenschaftlicher Perspektive (z.B. Michael Giesecke). Dieser Dialog über Fächergrenzen hinweg ist auch jenseits der ›Leitmedien‹-Diskussion ziemlich selten, erweist sich aber als sehr fruchtbar.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die gesellschaftliche Debatte über die Zukunft der Leitmedien – respektive die Leitmedien der Zukunft – ist bereits im Gange. Die Medien, die Leitmedien-Status beanspruchen – Presse, Fernsehen – sind nervös, wie ihr Geschäftsmodell den Umbruch übersteht. Die Forschung muss sich damit auseinandersetzen und unsere Bände machen da einen Anfang, auch indem sie historische Entwicklungen untersuchen und den Begriff ›Leitmedien‹, z.T. auch fundamental, in Frage stellen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Als früherer Journalist und Journalistik-Dozent bin ich da voreingenommen. Ich denke in erster Linie an ein Gespräch mit einem Verantwortlichen eines ›klassischen‹ (darf man altmodischen sagen?) Leitmediums gemäß der journalistischen Vorstellung von Ko-Orientierung, sagen wir mit Werner d'Inka von der FAZ.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Die Bände versammeln fächerübergreifend Beiträge zum aktuell viel – aber meist unreflektiert – diskutierten Begriff und Phänomen der ›Leitmedien‹.

»Insgesamt bietet das Buch einen umfassenden, spannenden und exklusiven Einblick in die unterschiedlichsten Möglichkeiten mit dem Thema Leitmedien wissenschaftlich umzugehen.«
Manuel Wendelin, www.rkm-journal.de, 01.06.2011
»Wer sich mit dem Thema Leitmedien näher auseinandersetzen will, kommt an dieser Publikation nicht vorbei.«
Hermann-Dieter Schröder, Medien & Kommunikationswissenschaft, 53/3 (2010)
»Zwischen Wilke und Leschke bewegen sich 31 Beiträge, die vom Buch über das Kino bis zu Computerspielen einen weiten Bogen spannen. Eine so kompakte Übersicht gab es bisher nicht.«
Werner D`Inka, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.05.2010
Besprochen in:

PUBLIZISTIK, 55/3 (2010), Roger Blum
MEDIENwissenschaft, 4 (2010), Norbert M. Schmitz
Die Politische Meinung, 1/2 (2011), Ernst Elitz
Jahrbuch für Kommunikationsgeschichte, (2010), Rudolf Stöber
Buchtitel
Leitmedien Konzepte – Relevanz – Geschichte, Band 2
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
294
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-1029-1
DOI
Warengruppe
1744
BIC-Code
JFD
BISAC-Code
SOC052000
THEMA-Code
JBCT
Erscheinungsdatum
2009-11-27
Auflage
1
Themen
Medien
Adressaten
Medienwissenschaft, Kommunikationswissenschaft, Publizistik, Journalistik
Schlagworte
Dominanzmedium, Leitmedien, Leitmedium, Medien, Medienkonkurrenz, Medientheorie, Mediengeschichte, Medienwissenschaft

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