Datenbilder

Zur digitalen Bildpraxis in den Naturwissenschaften

Digitale Bilder erschüttern Gewissheiten über »das Bild«. Ihre Referenzlosigkeit, Flüchtigkeit und Prozesshaftigkeit werden in den Kultur- und Naturwissenschaften kontrovers diskutiert. Der Band führt diese Debatte in zweifacher Weise weiter: Reportagen zur Marsforschung und zur Suche nach dunkler Materie schildern im Stil einer dichten Beschreibung die Herstellungsprozesse digitaler Bilder. Zudem werden diese Reportagen an aktuelle bildwissenschaftliche Diskurse rückgebunden, indem sie den Hintergrund bilden für kritische Reflexionen über Begriffe wie Referenz, Ästhetik, visuelles Wissen oder Transformationsketten.

25,80 € *

2009-06-27, 224 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1041-3

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Ralf Adelmann

Ralf Adelmann, Universität Paderborn, Paderborn, Deutschland

Jan Frercks

Jan Frercks, Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main, Deutschland

Martina Heßler

Martina Heßler, Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main, Deutschland

Jochen Hennig

Jochen Hennig, Humboldt-Universität zu Berlin, Deutschland

... mit Ralf Adelmann

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Zentrales Anliegen des Buches ist es, wissenschaftstheoretische und kulturwissenschaftliche Fragen zur Bildpraxis in den Naturwissenschaften anhand konkreter, detailliert zu beschreibender Beispiele aktueller Forschung zu diskutieren. Grundlage dafür sind zwei durchgeführte Feldstudien zu Bildern in der Astronomie.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Innovative im Kontext der derzeitigen Forschungslandschaft besteht darin, dass die häufig theoretisch und zuweilen eher allgemein geführten Diskussionen der Bildwissenschaften in diesem Band anhand zweier ›dichter Beschreibungen‹ der Prozesse der Bildherstellung anschaulich und konkret nachvollziehbar und gleichzeitig aus bildwissenschaftlicher und wissenschaftstheoretischer Perspektive interpretiert werden.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das Buch beschränkt sich weder allein auf die enge Diskussion wissenschaftstheoretischer Fragen noch auf den Blick der Kulturwissenschaften auf Wissenschaftsbilder, sondern ermöglicht einen lebendigen Einblick in die Forschungspraxis von Naturwissenschaftlern, ohne dabei den ›Heroengeschichten‹ der Naturwissenschaftler selbst zu erliegen. Die Verknüpfung eines anschaulichen Blicks in die Labore der Wissenschaftler mit der kulturwissenschaftlichen Interpretation zeichnet diesen Band aus.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Bilder der Naturwissenschaften sind in jüngster Zeit zu einem der zentralen Topoi einer dynamischen Debatte geworden. Die vielen bunten Bilder wissenschaftlicher Ereignisse, Ergebnisse und Phänomene, mit denen wir täglich in den unterschiedlichsten Medien konfrontiert sind, und die unser ›Bild‹ von Wissenschaft heute prägen, beschäftigen Astrophysiker, Marsforscher, Wissenschaftshistoriker, Bildtheoretiker, Philosophen, Medienleute, Wissenschaftsjournalisten, Museums- und Ausstellungsmacher.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Die Bedeutung und Rolle der Bilder für moderne Naturwissenschaften wird anhand der konkreten Forschungspraxis in der Astronomie analysiert.

Buchtitel
Datenbilder Zur digitalen Bildpraxis in den Naturwissenschaften
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
224
Ausstattung
kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN
978-3-8376-1041-3
DOI
10.14361/9783839410417
Warengruppe
1724
BIC-Code
PDR PDX ABA JFD
BISAC-Code
SCI075000 SCI034000 ART009000 SOC052000
THEMA-Code
PDR PDX ABA JBCT
Erscheinungsdatum
2009-06-27
Auflage
1
Themen
Wissenschaft, Bild
Adressaten
Bildwissenschaft, Wissenschaftstheorie, Medienwissenschaften, Kulturwissenschaften
Schlagworte
Digitale Bilder, Wissenschaftsbilder, Bildwissenschaft, Wissenschaftstheorie, Wissenschaft, Bild, Wissenschaftssoziologie, Wissenschaftsgeschichte, Kunstwissenschaft

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