Symbolische Ordnungen umschreiben

Autorität, Autorschaft und Handlungsmacht

Das Autoritätsgefüge scheint im Wandel begriffen. Anhand von Fallstudien aus Theorie und Kunst zeigt die kulturwissenschaftliche Studie, dass sich diese postulierte Bewegung kaum als »Befreiung« oder, umgekehrt, als »Desaster« fassen lässt. Vielmehr hat sie Implikationen für die Konzeptionen von »Autorschaft« und »Handlungsmacht« in westlichen Gesellschaften.

Welche Phantasmen, Aggressions- und Genießensdimensionen – denn um deren Neuverhandlung geht es hier – geraten in den Blick, wenn herkömmliche symbolisch-autoritative Gefüge zur Debatte stehen?

32,80 € *

2009-04-27, 326 Seiten
ISBN: 978-3-8376-1042-0

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Insa Härtel

Insa Härtel, International Psychoanalytic University Berlin (IPU), Deutschland

... mit Insa Härtel

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Publikationen wie diese sind aus meiner Sicht wichtig, weil die Welt Bücher braucht, in denen nicht nur steht, wie sie schon ist, sondern auch, wie sie sein kann. So hat der Wunsch das Schreiben geprägt, dass der Text beim Lesen Möglichkeitsräume eröffnet, genauer: dass er, ausgehend von westlich-kulturell vorherrschenden Tendenzen in diesen Differenzen entdeckt und denkbar macht.

In diesem Sinne kann die Welt dieses Buch zugleich nicht gebrauchen, da sie es nicht einfach anwenden kann.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Es öffnet den Blick für autoritative Mechanismen westlicher Gesellschaften, für deren Wirkweisen und Wandel. Anschließend zeigt es ungewohnte Sprech- und Handlungsentwürfe in Theorie und Kunst. Affektive und phantasmatische Dimensionen wie auch das ›Drängen des Triebs‹ oder ›brutale Artikulationen‹ werden in Szene gesetzt; die Mehrdimensionalität kulturell vorherrschender Kräfte tritt zu Tage – ohne dabei vorschnell neuen Paradigmen oder einer Ablehnung des Neuen das Wort zu reden.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Studie versteht sich als ein Beitrag zur Kultur- und auch Kunsttheorie sowie zur psychoanalytischen Forschung. Sie nimmt dabei auf kulturwissenschaftliche Auseinandersetzungen mit der Autorschafts-Frage Bezug und verknüpft sie mit der strukturalistisch informierten Structure-Agency-Debatte: Der postulierte ›Tod des Autors‹ trifft so auf Entwürfe kultureller Artikulationspotentiale, die mit sich transformierenden symbolisch-autoritativen Gefügen in Beziehung gesetzt werden.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Selbstverständlich mit Sigmund Freud, meinem Lieblingstheoretiker.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Die kulturtheoretische Studie beleuchtet Dimensionen von Autorschaft und Handlungsmacht vor dem Hintergrund des ›Wandels‹ westlicher Autoritätsgefüge.

»Es gelingt Härtel, in ihrer diskursiv dicht gewebten Arbeit überzeugend zu entwickeln, in welch vielerlei Hinsicht Autorität, Autorschaft und Handlungsmacht permanent differieren.«
Peter Schneider/Sebastian Wedler, PSYCHE, 2 (2011)
Besprochen in:

Freiburger GeschlechterStudien, 24/5 (2009), Caroline Günther
Freiburger literaturpsychologische Gespräche, 30 (2011), Annette Vieth
Riss. Zeitschrift für Psychoanalyse, 2 (2010)
Autor_in(nen)
Insa Härtel
Buchtitel
Symbolische Ordnungen umschreiben Autorität, Autorschaft und Handlungsmacht
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
326
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-1042-0
DOI
Warengruppe
1510
BIC-Code
JFC ABA
BISAC-Code
SOC022000 ART009000
THEMA-Code
JBCC ABA
Erscheinungsdatum
2009-04-27
Auflage
1
Themen
Kultur, Psychoanalyse, Geschlecht
Adressaten
Kulturwissenschaft, Kunstwissenschaft, Psychoanalyse
Schlagworte
Kultur, Psychoanalyse, Autorität, Autorschaft, Agency, Laibach, Gender, Kulturtheorie, Kunsttheorie, Kulturwissenschaft

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